Du oder Sie im Blog?

Veröffentlicht am 31.08.2018 von Manuela Seubert

In meinem Blog sieze ich. Im direkten Kontakt mit Menschen und in den sozialen Medien duze ich häufig. Erstkontakte mit potentiellen Kunden werden immer gesiezt. Ich gehe gern auf BarCamps, dort ist das Du normal. Selbst auf sozial-media-fernen Veranstaltung wird in Deutschland immer häufiger das Du ausgepackt.

Du oder Sie im Blog? Das ist immer mal wieder die Frage!

In größeren Abständen beschleicht mich das Gefühl, ich sollte im Blog auf das “Du” übergehen. Aber ich finde es komisch, wenn meine restlichen Webseiten im Sie geschrieben werden. So ist es mal wieder Zeit, für mich eine Entscheidung zu fällen. Ich nehme Sie mit auf meine Reise.

Googeln Sie ruhig mal danach – es gibt unzählige Artikel zu dieser Frage im Netz, die die Argumente abwägen. Ich habe es gerade mal für Sie gemacht: 125.000.000 Suchergebnisse wirft mir Google dafür aus!!! Unglaublich!
Mal sind diese Artikel für das “Sie”, mal für das “Du”, mal für Mischformen. Letztlich hängt es vom beruflichen Umfeld und der Persönlichkeit jedes einzelnen Bloggers ab, wie er oder sie das handhabt.

Gern würde ich auf das Du übergehen. Ich fühle mich dann wohler, den Menschen näher und kann einfacher schreiben und sprechen. Alles Argumente, die wichtig und richtig sind und für ein Duzen sprechen. Start-ups und Berufseinsteiger sind auf dem besten Weg, viele Neukontakte zu duzen. Viele Blogs – auch Corporate Blogs – machen das. Ich kenne viele Menschen persönlich, die in meinem Blog stöbern oder gar kommentieren – mit denen bin ich fast ausschließlich per Du.

Allerdings ist diese Website und mein Fachblog mein berufliches Aushängeschild. Ich möchte damit auch Neukunden ansprechen. Meist sind diese nicht online-affin, suchen gerade ihren Weg ins Web und kennen den lockeren Umgangston in Internet-Communities nicht. Sie arbeiten in deutschen Unternehmen, die immer noch am Siezen hängen und beim Erstkontakt noch eine Distanz wahren möchten. Und mein Blog ist manchmal für diese Menschen der erste Kontakt mit mir. Fühlen sie sich dann mit dem “wertschätzenden Du” abgeholt?

O.k., Überprüfung abgeschlossen!

Ich selbst fühle mich weiterhin wohler, wenn ich die mir nicht bekannten Leser im Blog mit einem “Sie” begrüße. Im direkten Kontakt finden wir gemeinsam heraus, ob wir den ersten Schritt zu einem Du machen.

Wie halten Sie es in Ihrem Berufsblog mit dem Duzen oder dem Siezen?

Ihnen allen ein schönes Wochenende, Ihre Manuela Seubert

PS: Dies ist Beitrag 24 der 30-Tage-Challenge für den #10MinBlog.

PPS (7.9.2018): Die #10minBlog-Challenge ist erkenntnisreich zu Ende gegangen.

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