Lessons learned beim #10minBlog-Projekt

Veröffentlicht am 06.09.2018 von Manuela Seubert

JAAA – ich habe es geschafft!

Meine Challenge, in 30 Tagen täglich nur 10 Minuten zu bloggen, ist vorüber. Endlich kurze Texte schreiben, einfach schreiben ohne große Recherche und mit nur einer Korrektur – ein echter Rausschmiss aus meiner Komfortzone.

Ich bin stolz, dass ich es gemacht habe und das Durchhaltevermögen hatte.
Ich bin auch kreuzfroh, dass es vorüber ist!

Eines vorab: Die wenigsten Texte sind in 10 Minuten entstanden. Die meisten schrieb ich in einem Zeitraum von 10-30 Minuten.

Aber ich hatte mir diese Freiheit schon im Vorfeld zugestanden, denn täglich schnell und kurz zu schreiben im Vergleich zu meinen sonstigen Blogtexten ist schon mein persönlicher RIESENERFOLG!

Meine Erkenntnisse

Was habe ich gelernt?

  1. Mich in nur 10 Minuten zu einem Sachverhalt zu äußern – in meinem Internet-Tagebuch fällt mir dies nach 30 Tagen immer noch schwer.
  2. Fragen, kurz beantwortet ohne große Recherche, liefern meinen Lesern Mehrwert – das hatte ich nicht erwartet. Denn …
  3. … die für mich überraschenden Rückmeldungen im Blog und bei Facebook & Co. bewiesen mir das. Einige Leser diskutierten mit mir nicht öffentlich, sondern es kam zu einer intensiven E-Mail-Korrespondenz. Ein schöner, wenn auch in dieser Intensität nicht eingeplanter Dialog.
  4. Das Denken in 10-Minuten-Blog-Texten hat mir die Augen für andere Kurzthemen wieder geöffnet.
  5. Mit #10minBlog-Texten schlage ich dem eigenen Perfektionismus ein Schnippchen.
  6. Nimmt man sich nur 10 Minuten bloggen vor, fällt mir der Beginn eines neuen Blogposts leichter. Es hat definitiv meine zuletzt einsetzende Blogmüdigkeit in Schwung gebracht.

Womit ich mich nicht wohlgefühlt habe

Mit der dritten Challenge-Woche fing es an. Es wurde mir langsam zu viel:

  1. Als Bloggerin wollte ich nie, wirklich NIE!, täglich bloggen. Ursprünglich wollte ich diesen Fachblog ca. einmal in der Woche füllen.
  2. Ich kam kaum mit den 10 Minuten aus – klar, selbst schuld. Aber so war es halt – es stresste mich einfach neben meinem beruflichen Alltag. So entschied ich, dass ich mir zumindest zwei Wochenenden (= 4 Artikel) frei nahm.
  3. Ich habe mich verzettelt. Manche Fragen konnte ich nur nach Recherche beantworten (Bienen und Content). Andere Fragen mussten in meinem Kopf reifen (PR, Lüge und Kommunikationskodex). Am schlimmsten war mein Kaffee-Artikel, dessen Kaffee-Inhalt ich tatsächlich in 10 Minuten geschrieben habe; dagegen war die Recherche, ob ich ihn als Werbung kennzeichnen musste und die Erläuterung dazu im Blogartikel, zeitintensiv und echt ätzend.
  4. Mir gefielen meine #10minBlogartikel ohne Bilder nicht. Wir Menschen (und auch die Suchmaschinen) mögen nun mal Bilder, sie lösen Emotionen aus und lockern einen Text auf. Doch die Zeit, an die 30 Bilder zu finden oder selbst zu erstellen, hochzuladen und SEO-optimiert zu beschriften, hatte ich einfach nicht.

Statistik: Habe ich dadurch mehr Besucher?

Drüben bei Twitter wurde ich kürzlich gefragt, ob sich das tägliche Bloggen auf meine Besucherzahlen ausgewirkt hat. Ich mache keine Auswertung darüber. Die Steigerung der Besucherzahl war nicht mein Ziel.

Außerdem ist die Vergleichbarkeit der Besucherzahlen vor und während der Challenge valide nicht möglich:

  • Die Challenge fand in einem Sommer-/Urlaubsmonat statt.
  • Zudem habe ich die Vermarktung dieser 10minBlog-Artikel anders gestaltet als bei meinen sonstigen Veröffentlichungen.
  • Im Blog (und damit auch in Social Media bei der Vermarktung) sind erstmals Texte ohne Headerbild erschienen.

Würdest du die #10minBlog-Challenge noch einmal machen?

Definitiv: Nein!
Jeden Tag zu Bloggen – das ist nichts für mich. Punkt. Ausrufezeichen!

Doch die #10minBlog-Idee lasse ich nicht fallen.
Ich möchte weiterhin an diesen – wirklich nur – 10 Minuten arbeiten und nehme daher die Idee in meine Blogrubriken auf.

Haben Sie meine Challenge verfolgt? Was ist Ihnen dabei aufgefallen?

PS: Dies ist Beitrag 30 im #10minBlog-Projekt.

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