E-Mail-Marketing: Kundenpflege oder Infoflut?

Veröffentlicht am 03.09.2018 von Manuela Seubert

Heute beantworte ich wieder kurz eine Frage eines Newsletter-Abonnenten:
“Was denken Sie über E-Mail-Marketing bei der hohen Flut an Informationen, die uns täglich begegnet?”

E-Mail-Marketing = Kundenpflege

In unseren elektronischen Postfächern landen eine ganze Menge E-Mails. Darunter sind Newsletter, an den wir interessiert sind: über unser Fachgebiet; von interessanten Medien; von Kooperationspartner, von denen wir wissen wollen, was bei ihnen läuft; von Kunden, mit deren Aktivitäten wir auf dem Laufenden bleiben wollen.
Leider kommen da auch noch ein paar Newsletter und E-Mails hinzu, die wir gar nicht bestellt haben. Von diesem Spam sprechen wir heute nicht.

Zumindest in Deutschland können Sie einen Newsletter nur versenden, wenn der Empfänger dem Versand zugestimmt hat. Er hat zugestimmt!!!
Und darin liegt meines Erachtens der größte Vorteil im Vergleich zu sonstigen Marketingmaßnahmen: Dieser Mensch lässt Sie freiwillig in sein elektronisches Postfach, es ist seine bewusste Entscheidung. Sie können sich auf die Schulter klopfen, denn dies ist ein Vertrauensbeweis.
Manche lassen Sie auch in ihr elektronisches Postfach, weil sie erst einmal ihre Neugier befriedigen wollen. Ist dieser Selbstständige etwas für mich? Könnte er mein Dienstleister werden? Könnte er mein Kooperationspartner werden?

Allen Unkenrufen und den alten und neuen gehypten Plattformen und Kollaborationstools zum Trotz: E-Mails werden in Deutschland noch lange nicht aussterben und von den meisten Menschen morgens und abends gecheckt. Es ist ein gutes Instrument zur Kundenbindung, mit dem Sie Kundenkontakte ausbauen und festigen.

E-Mail-Marketing: Nicht umsonst

Trotz der geschilderten Vorteile und evt. der Nutzung eines der vielen kostenlosen Angebote von Newsletter-Service-Providern, ist E-Mail-Marketing nicht umsonst. Es kostet Sie auf jeden Fall Zeit. Vielleicht sogar Geld, wenn Sie zur Erstellung von Design, Text und Bildern einen externen Dienstleister beauftragen.

Natürlich müssen Sie sich eine Menge Fragen stellen, bevor Sie den ersten Newsletter versenden:

  • Brauche ich in meinem Geschäft/für meine Dienstleistung wirklich E-Mail-Marketing?
  • Welche Strategie verfolgen Sie damit (Vertrauen aufbauen, Produkte/Dienstleistung bekannt machen, direkte Verkäufe generieren)?
  • Welchen Personenkreis wollen Sie damit ansprechen?
  • In welchem Rhythmus wollen Sie einen Newsletter versenden?
  • Haben Sie die Zeit, alles um den Newsletter selbst zu machen? Wenn nein, haben Sie die finanziellen Mittel zum Outsourcing?

E-Mail-Marketing will gelernt sein – zumindest sollten Sie sich in diese Art des Marketings einarbeiten. Der Betreffzeile kommt eine wichtige Funktion zu. Die DSGVO- und andere rechtliche Aspekte sollten Ihnen bewusst sein. Das Newsletter-System will erlernt werden. Viele andere Aspekte spielen mit hinein.

Mein Fazit

Die Menschen in Ihrer Newsletter-Liste sind wertvolle Kontakte, die Ihnen schon mehr vertrauen als einer Zufallsbekanntschaft. Sie wollen mit relevanten, interessanten, unterhaltsamen und nutzwertigen Informationen bedient werden. Wenn Sie diese Erfahrung bieten, dann wird Ihr Newsletter nicht eine weitere Woge in der Informationsflut sein, sondern ein stiller See, auf dem ihr Newsletter-Abonnent gern schippert.

Eine Chance, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten – wenn Sie Zeit, Geld und Durchhaltevermögen für eine zielgerichtetes E-Mail-Marketing haben!

PS: Dies ist Beitrag 27 im #10minBlog-Projekt.

PPS (7.9.2018): Die #10minBlog-Challenge ist erkenntnisreich zu Ende gegangen.

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