PunkteABC: Wenn Punkte und Striche Kommunikation ermöglichen

Veröffentlicht am 27.01.2014 von Manuela Seubert

Punkt Punkt Punkt Strich Strich Strich Punkt Punkt Punkt

Können Sie mit der ersten Zeile etwas anfangen? Diese angedeutete Gruppe von Morsezeichen bildet das Notsignal “SOS”.

PunkteABC: Morsezeichen für Buchstaben

Geht es Ihnen ähnlich wie mir? Wirklich viel weiß ich nicht über das Morsen.

Also, meine Bestandsaufnahme: Mit dem Morsealphabet verbinde ich eine Kommunikationsform aus Punkten und Strichen, die man über Klopfzeichen oder Lichtsignale weitergeben kann; erfunden von einem Herrn Morse. “Früher” wurde das Morsealphabet verwendet bei der Nachrichtenübermittlung, heute vielleicht noch als Lichtsignal bei Schiffen oder Leuchttürmen. So weit, so wenig!
Grund genug mal bei Wikipedia vorbeizuschauen und einen weiteren Beitrag für mein PunkteABC zu verfassen.

Der ausführliche Eintrag in dieser Online-Enzyklopädie hielt die ein oder andere Überraschungen für mich parat:

  • Morsezeichen, Morsealphabet und Morsecode sind Ausdruck für die Übermittlung von Buchstaben, Zahlen und Zeichen durch Ein- und Ausschalten eines konstanten Zeichens.
  • Der von Samuel Morse 1833 verwendete Code für den ersten Schreibtelegrafen beruhte lediglich auf Zahlen. Die übertragenen Zahlen mussten in Buchstaben und Wörter übersetzt werden.
  • Erst ein Mitarbeiter von Morse, Alfred Lewis Vail, entwickelte ab 1838 einen Code mit Buchstaben.
  • 1909 wurde erstmals ein Seenotruf über Funk gemorst. Die oben angeführte Morsegruppe SOS wurde ursprünglich zum Dazwischenfunken eingeführt. Später wurde in die Buchstabengruppe SOS “Save Our Souls” oder “Save Our Ship” hineininterpretiert.
  • Heute wird der Morsecode noch im Amateurfunk, zu Unterrichtszwecken und in der Luft- und Schifffahrt verwendet; außerdem können Körperbehinderte mit Morsezeichen Computer steuern.
  • Wer das Morsen lernen möchte, benötigt zum Codieren das im Bild gezeigte Alphabet (noch nicht enthalten sind darin Zahlen und Sonderzeichen). Der Anfänger braucht zudem zur Decodierung einer Signal-Folge eines übertragenen Zeichens eine *invers geordnete Morsetabelle.
  • Für den Code werden der Punkt (ㆍ), der Strich (-) und die Pause ( ) eingesetzt, gesprochen als dit, dah (oder doh) und “Schweigen”. Ein Strich/Dah ist dreimal so lang wie ein Punkt/Dit. Daneben gibt es unterschiedliche Längen zwischen gesendeten Symbolen, Buchstaben eines Wortes und zwischen den Wörtern selbst.

Wollen Sie noch tiefer einsteigen, empfehle ich Ihnen den oben verlinkten Wikipedia-Beitrag. Dort finden Sie auch in den Einzelnachweisen eine Möglichkeit, sich das Morsen selbst beizubringen.

Beherrschen Sie das Morsealphabet? Wofür benötigen Sie es im privaten oder beruflichen Umfeld?

Foto: © Manuela Seubert

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