Wunschkunde trifft Wunschlieferant

Veröffentlicht am 22.04.2013 von Manuela Seubert

„Mein Wunschkunde ist …“ lautet der Aufruf von Sascha Theobald zur Blogparade. Kann ich meinen Wunschkunden wirklich exakt beschreiben? Welche Eigenschaften soll er haben? Offen, ehrlich, kommunikativ – ein bunter Strauß an Adjektiven fiel mir spontan ein.

"Get well soon"-Blumenstrauß eines zufriedenen Kunden
“Get well soon”-Blumenstrauß eines zufriedenen Kunden

Doch auf den zweiten Blick passte diese Herangehensweise „irgendwie“ nicht für mich. Eine Wunschkunden-Definition ist für mich keine Wunsch-Einbahnstraße. Eine Zusammenarbeit muss von beiden Seiten passen, denn: Mein Wunschkunde will seinen Wunschlieferanten finden.

Ich bin überzeugt, dass eine gute Kunden-Lieferanten-Beziehung nur dauerhaft Bestand haben kann, wenn der Kunde sein Bestes gibt, um zum Wunschkunden zu werden, während gleichzeitig der Lieferant sein Bestes gibt, um zum Wunschlieferanten zu werden. Im Idealfall stimmen die Vorstellungen und Handlungsweisen überein.

„Mein Wunschkunde und ich als sein Wunschlieferant für Kommunikation und Text, wir …“

  • vertreten gemeinsame Werte: Respekt, Wertschätzung und Toleranz gegenüber Mensch und Natur.
  • begegnen uns auf Augenhöhe und sind uns sympathisch.
  • schätzen und vertrauen einander, entwickeln uns gemeinsam weiter.
  • haben äußerliches Tamtam (analog zu „mein Auto“, „meine Designerklamotte“, „meine Erfolgsstory“) nicht nötig.
  • legen Informationen, Ziele, Veränderungen und Begrenzungen während der gesamten Projektdauer offen und ehrlich auf den Tisch.
  • setzen uns zeit- und mengenmäßig realistische Ziele.
  • bringen gemeinsam mit Enthusiasmus und Spaß seine Kommunikation zum Fliegen.
  • krempeln lieber die Ärmel hoch und packen es an als dass wir um den heißen Brei herumreden.
  • ringen leidenschaftlich um die beste Lösung.
  • sind bei Besprechungen vorbereitet.
  • sind pünktlich: ich bei der Leistungserbringung, er bei der Leistungshonorierung.
  • sind uns einig, dass meine Leistung angemessen honoriert wird.
  • nehmen Missverständnisse, Fehler oder Misserfolge nicht sofort zum Anlass, die Zusammenarbeit in Frage zu stellen; wir geben uns gegenseitig eine zweite Chance, denn “Irren ist menschlich”.
  • stimmen darin überein, dass das Berufsleben seine Auszeiten braucht, damit ein Privatleben zur Erholung und als Kreativitätsmotor dienen kann.
  • halten bei Projektabschluss inne und freuen uns des gemeinsamen Erfolges, bevor wir hoffentlich eine weitere Zusammenarbeit in Sachen „Kommunikation und Text“ in Angriff nehmen und uns gegenseitig weiterempfehlen.


Und welche Wünsche habt ihr an eure Kunden oder Lieferanten?

Grafik/Foto: © Manuela Seubert

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