Auf geht's, Kommunikatoren: Social Media sind keine Geheimwissenschaften!

Veröffentlicht am 29.08.2017 von Manuela Seubert

Kommunikatoren können sich von analoger auf digitale Kommunikation umstellen - auch jetzt noch!
Haben Sie in den letzten Wochen die Diskussion um Kommunikatoren ohne Social-Media-Account verfolgt? Kürzlich habe ich dazu meine Gedanken in einem Blogpost zusammengefasst. Ich mag nicht mehr über Kommunikatoren ohne Social-Media-Account diskutieren – schon gar nicht als “Muffel” oder “peinlich”. Ich möchte den Fokus auf Kommunikatoren richten, die mit Social Media oder im weiteren Sinne der Digitalisierung noch nicht den richtigen Anpack gefunden haben. Wir Social-Media-Überzeugten sollten diese Kollegen wohlwollend begleiten und Hinweise auf einen Einstieg oder eine effiziente Nutzung geben.
Social Media sind keine Geheimwissenschaften und auch kein Buch mit 7 Siegeln.

Ich möchte vor dem “Wie” der Social-Media-Nutzung einen Moment innehalten: Woher kommt eventuell diese Zurückhaltung bei Menschen, die Social Media kennen lernen und nutzen möchten? Wie können sie eine positive Einstellung gewinnen, – nämlich dass sie Social Media und digital können? Wie können sie sich langsam annähern? Könnte mein eigener Weg als digital immigrant eine Hilfestellung sein?

Woher kommt diese zurückhaltende Annäherung von Kommunikatoren an Social Media?

Mich wundert es nicht, dass manche gestandene und durch echte PR-Krisen gestählte Kommunikatoren den Weg in die Social Media scheuen. Diskussionen, Benennungen, Hiobsbotschaften, vermeidliche Vorbilder auf unterschiedlicher Ebene verschrecken bei der Orientierung.

Beispiele:

  • Permanenter Hinweis: Kommunikatoren sind nicht in Social Media, sind Muffel oder peinlich oder Elefanten im Porzellanladen.
  • Hiobsbotschaften à la “In 5 Jahren sind Unternehmen ohne Social Media weg vom Fenster”, “Du wirst durch Social Media dumm” aus anderen Fachdisziplinen oder Kündigung von Kommunikatoren durch falsche Nutzung von Social Media.
  • Zu wenig Hype über positive Seiten und das Gute im Web; wir lesen zu viel über Shitstorms und Zeitverschwendungs-Philosophien.
  • Nur Digital Natives können “digital” – echt?
  • “Waaas, du bist nur bei A. Wenn du professionell auftreten und wahrgenommen werden willst, musst du noch B, C und zumindest D bespielen.” – Aha!
  • “Auf Twitter musst du mindestens 10x etwas veröffentlichen, sonst bringt das nichts.” – So, so!
  • Es werden nur die Kommunikatoren von Dax-Unternehmen und bekannten Unternehmen an den Pranger gestellt und in Artikeln/Studien genannt. Wenn die das schon nicht machen, warum sollte ich? Hat sich jemand mal die Mühe gemacht, Kommunikatoren bei kleineren Mittelständlern oder Freiberufler zu untersuchen? Sieht da der Anteil wirklich auch so schlecht aus?

Solche Aussagen empfinde ich als anmaßend und wirken abschreckend. Außerdem tun sie unserer Profession nicht gut – weder den Unternehmenskommunikatoren noch den Beratern/Freiberuflern in der Kommunikationsbranche.

In so einem negativen Umfeld und mit solchen Botschaften im Hinterkopf hätte ich auch keine Lust mehr, in den digitalen Kanälen mitzumachen. Haben wir Social-Media-affinen Kommunikatoren wirklich schon vergessen, wie unsere ersten Schritte nach Digitalien waren?

Meine digital immigration war und ist nicht gradlinig! Ermutigt Sie das?

Mit mittlerweile 50 Jahren zähle ich zu den digital immigrants, also den Menschen, die nicht mit den digitalen Medien aufgewachsen sind. Ich möchte den Kommunikatoren mit noch nicht konsequenter Social-Media-Nutzen im Folgenden meinen Weg beschreiben. Weder ist dieser spektakulär, noch bin ich ein Social-Media-Rockstar, noch war er reibungslos. Vielleicht ermutigt Sie das, selbst unperfekt zu starten. Interessiert Sie diese ausführliche Beschreibung nicht, springen Sie einfach zur nächsten Überschrift :-).

Zu gut kann ich mich an meine eigene Scheu und “Wie soll ich nur einsteigen”-Fragen erinnern, als das Neuland tatsächlich noch in den Kinderschuhen steckte.

In meiner Jugend mussten wir uns noch den analogen Telefonanschluss mit der Nachbarin teilen – jawohl, telefonierte die Nachbarin, konnten wir dies nicht tun. Und jeder Anruf war richtig teuer – Flats waren damals noch nicht en vogue. Meine Diplomarbeit schrieb ich auf einem von meinem damaligen Freund zusammengebauten 386-er, – ohne Internet-Recherchemöglichkeit und ohne E-Mail-Anschluss; das konnte ich mir nicht leisten.

Über meine Jobs kam ich mehr und mehr mit Digitalien in Kontakt: u. a. lösten E-Mails den Faxversand ab oder Desk Research erfolgte tatsächlich auch über die Web 1.0-Präsenzen der Unternehmen. Anfang 2000 wurde ich Teil eines Website-Teams; später legte ich den Grundstein für ein social intranet … bevor ich eine Zeit lang die Kindererziehung in den Vordergrund stellte.

MS-und-Xing.jpg2008 bei meiner Rückkehr gab es plötzlich dieses “social” in Form von Blogs, Foren und Facebook&Co. In der Retrospektive ist das für mich die Zeit, in der diese Kanäle noch stärker verteufelt wurden als heute.
Ich wollte meinen Rückstand aufholen und holte mir Rat bei einem digital-affinen Kollegen. Er empfahl mir als Einstieg Xing. Im Alter von 41 Jahren “traute” ich mich in dieser ganzen Datenschutz-Hysterie-Debatte um Social Media ein Xing-Profil anzulegen. Was hat mich das damals an Überwindung gekostet – schließlich sollte ich dort meinen Lebenslauf eingeben! Gleichaltrige Leser erinnern sich wahrscheinlich: Ich bin mit der Warnung aufgewachsen, dass Lebensläufe (fast) heilig sind und “geheim” gehalten werden sollten. Mit dem Xing-Veröffentlichen-Button habe ich erstmals damals meine Komfortzone Richtung Digitalien verlassen.

Erst 2012 ließ ich mich sanft zu Facebook und Twitter zwingen. Ich wollte dort nicht rein – aber was macht man nicht alles für Kunden, die einem Social-Media-Kanäle anvertrauen. Seither probiere ich neue Social-Media-Plattformen selektiv aus, habe zumindest eigene Videos und Audio-Beiträge erstellt, gebe gern Produktivitätsverbesserern unter den Software-Programmen eine Chance und freue mich, wenn ich beruflich und privat anderen Menschen eine Brücke ins Neuland bauen kann.

Leicht fällt mir das nicht immer – vor allem wenn ich mich mit meinen Teenager-Kids oder Mitt-Zwanzigern vergleiche. Doch ich freue mich darüber, wenn ich von ihnen Tipps und Tricks gezeigt bekomme. Im Gegenzug sind diese immer wieder erstaunt, welche Tricks ich ihnen zeigen kann oder welche Features ich kenne, die sie noch nicht ausprobiert haben.

Bin ich nun irgendwo ein “Muffel” oder ist mir etwas “peinlich”? Buh, ich verlasse jetzt ganz offen auf dem Blog meine Komfortzone:

  1. Obwohl ich in einer Video-Challenge vor drei Jahren motivierende Rückmeldung zu meinen ersten selbstgemachten Videos erhalten habe, kann ich mich nicht zur Video-Produktion durchringen – es ist nicht mein Medium.
  2. Peinlich: Seit Jahren (ich schaue jetzt lieber nicht nach, seit wann) füttere ich im Off meine Facebook-Fanseite – meist nur mit meinen eigenen Blogartikeln. Warum ich sie bisher nicht freigeschaltet habe? Eine Fanpage zu pflegen, kostet Zeit und Ideen; diese habe ich nicht umfänglich als Einzelunternehmerin. Gott sei Dank habe ich Kunden, die mir trotzdem das Community-Management ihrer Fanpage überlassen, obwohl ich keine eigene Fanpage als Aushängeschild vorzeigen kann ;-).
  3. Rauskomplimentiert! Als ich Snapchat ausprobieren wollte, bat mich mein Kind, dort fern zu bleiben: “Mama, du bist doch sowieso schon überall”. Ich habe diesem Wunsch entsprochen: Erstens empfand ich diese Aussage als Kompliment; zweitens befanden sich zum damaligen Zeitpunkt die Zielgruppen meiner Kunden nicht dort; und drittens konnte ich bald das Snapchat-“Stories”-Feature bei Instagram ausprobieren.
  4. “Ich wanke”: Bisher bin ich WhatsApp-Verweigerin aus unterschiedlichen Gründen. Ich erfreue mich der Kommunikation über Threema, den Facebook-Messenger und die sonstigen Kanäle, die ich nutze. Doch manche mir wichtige Menschen kommunizieren ausschließlich über WhatsApp. Irgendwann werde ich wohl auch auf diesem Kanal gläsern – obwohl ich das partout nicht will.
  5. Zu spät?: In Anbetracht der Möglichkeiten der Plattform-Ökonomie habe ich schon mehrmals bedauert, nicht programmieren zu können. Jetzt damit zu beginnen, um damit meine Brötchen zu verdienen, erscheint mir als zu waghalsiges Abenteuer.

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Zusammenfassend kann ich über Social Media und digitale Helferlein sagen: Zunächst wollte ich sie nicht nutzen, später tastete ich mich langsam ran, jetzt möchte ich sie nicht mehr missen.
Sie haben mir neue Freunde, Kollegen, Netzwerkpartner und Aufträge beschert, zeigen mir virtuell noch mehr als sonst die Vielfalt auf unserem Planeten und lassen mich beruflich so arbeiten, wie ich es will.

Selbst heutzutage darf man noch ins digitale Abenteuer einsteigen – es ist nicht zu spät:

Sie können “digital” und “Social Media”!

Kommunikatoren sind in der Lage, schnell und effizient Überblick über eine ausufernde Gemengelage zu erhalten, das Wesentliche zu erkennen und in klaren Worten zu kommunizieren – sei es, um in einem anlogen Print-Markt relevante Journalisten zu identifizieren, oder um kühlen Kopf und präzise Schreibe in einer globalen Krise zu bewahren sowie um ihrem Vorstand eine Rede zu formulieren, die die nächste Mitarbeiterparty rockt.

Und diese Menschen sollen angeblich nicht in der Lage sein, einen Tweet mit 140 Zeichen zu verfassen? Glauben das die Kommunikatoren ohne Social-Media-Account wirklich selbst? Ich nicht!
Vielleicht brauchen diese Kommunikatoren einen Weckruf, eine Gruppe von Gleichgesinnten oder einfach einen Sparringspartner.

Jemand, der ihnen sagt, dass …

  • … sie wahrscheinlich gar nicht so internet-avers sind, wie man es allenthalben lesen kann. Nutzen diese Plattformen wie Amazon oder ebay oder organisieren sie ihr Familienleben über Whatsapp? Verwenden sie Google oder Internetforen, um – in passiver Mitlesemanier – Fachfragen zu sondieren? Willkommen an die Nutzer solcher digitalen Plattformen!
  • … sie alle Fähigkeiten haben, die sie für Social-Media-Kommunikation brauchen: strategisches Denken, kommunikative Erfahrung, was gesagt und was nicht gesagt werden kann, Empathie und ein sympathisches Auftreten. Der Rest ist – wie bei Journalisten und anderen Stakeholdern auch – ein Gefühl dafür bekommen, wie die Akteure auf diesem Kanal ticken und kommunizieren.
  • … ihre normale Neugier und Professionalität, mit der sie bisher ihrer Verantwortung nachgehen, ihnen auch diese digitalen Kommunikationskanäle erschließt.
  • … es durchaus dem Unternehmen hilft, dass plötzlich auch der Kommunikator das Rampenlicht seiner eigenen Bühne betritt und u. a. über seinen Arbeitgeber im Rahmen der Social-Media-Guidelines spricht. Wiederum ganz als Kommunikationsprofi – nur halt in eigener Sache!

Jemand, der ihnen sagt, dass …

  • … sie das Medium, das sie grad gern kennenlernen würden, effizient mit kleinen Schritten in ihren hektischen Alltag integrieren können.
  • … sie kein digital native sein müssen, um Social Media richtig zu machen. Eine Studie fand sogar heraus, dass in Bezug auf die digitalen Fähigkeiten bei Jugendlichen die Selbsteinschätzung und die tatsächlichen Fertigkeiten weit auseinandergehen.
  • … sie sich von digital natives bei ihrem Weg nach Digitalien helfen lassen können. Sie können sich von deren Unbekümmertheit anstecken und die kleinen Tipps und Tricks zeigen lassen, auf die wir digital immigrants nicht unbedingt kommen. Doch diese Kommunikatoren sollten dabei nicht vergessen: “Lassen Sie Ihren gesunden Kommunikatoren-Menschenverstand eingeschaltet. Die Jungen können technisch alles gut handhaben, bei kommunikativen Dos and Donts sind nach wie vor Sie der Experte!”

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Jemand, der ihnen sagt, dass …

  • … sie in ihren persönlichen Social-Media-Accounts nicht perfekt sein müssen – welch eine große Erleichterung. Wer Fragen stellt, wird schnell feststellen, dass die Internetgemeinde meist hilfsbereit ist und Lernende gern unterstützt. Außerdem dürfen sie sich von ihrer persönlichen Seite zeigen und können selbst entscheiden, welche Inhalte zu privat sind.
  • … sie nicht alle Kanäle auf einmal zig Mal pro Tag inkl. Wochenende bespielen müssen.
  • … dass es auch kleine Maler, Metzger oder Bauunternehmer weit ab von digitalisierten Branchen und ohne große Budgets mit Blogs und Social-Media-Nutzung geschafft haben, Reichweite und Bekanntheit aufzubauen.

So weit, so gut:

Wie können Sie die digitale Kommunikation anpacken?

Am besten überlegen Sie sich, wo Sie derzeit stehen:

Sie sind jetzt schon digital – nur sind Sie sich dessen nicht bewusst.

Ich bin mir sicher, dass Sie zumindest passiv digitale Angebote nutzen: z. B. googeln Sie Fragen oder Sachverhalte, die Sie recherchieren müssen; vielleicht haben Sie privat schon eine Internetplattform für günstige Urlaube genutzt, Ihren Check-in für Ihren nächsten Geschäftsflug über das Internet erledigt oder gar über Ebay etwas Ungenutztes aus ihrem Privathaushalt versteigert?

Ich sehe Sie nicken oder zumindest nachdenklich werden.

Sie sind digital – nur nutzen Sie die Angebote passiv.

Vielleicht haben Sie z. B. bei Xing schon einen Account; allerdings haben Sie Ihr Profil nicht ausgefüllt, lesen nur in einer speziellen Gruppe die interessanten Beiträge mit oder haben sich dort über einen Bewerber für eine offene Stelle in ihrem Team schlau gemacht.
Morgens lesen Sie Ihre Tageszeitung, aber bevor es ins Büro geht, schauen Sie noch in der Presse-App Ihres Lieblingsmagazins nach den neusten Nachrichten. Auf der Fahrt zur Arbeit hören Sie einen Podcast.

Auch dies bedeutet, dass Sie bereits in Social Media mitmachen und digitale Angebote passiv nutzen!

Sie sind statt passiver Nutzer demnächst Akteur: mit einem Kommunikationskonzept!

An dieser Stelle fällt es mir schwer, Ihnen den Non-plus-Ultra-Tipp zu geben. Schließlich sind die Kommunikatoren mit wenig bis gar keiner Internetpräsenz so unterschiedlich wie Sand am Meer. Sie haben unterschiedliche Vorkenntnisse, Vorbehalte, bereits gemachte Erfahrungen und explizite Wünsche. Außerdem variiert Ihr Zeit- und Finanzbudget!

Jedoch: Sicherlich sind Sie als Kommunikator in der Lage ein Kommunikationskonzept zu erstellen. Machen Sie sich – in vielleicht abgespeckter Version – daran, ein digital communication concept in eigener Sache zu entwerfen!

Stellen Sie sich ähnliche Fragen, die Sie sich für Ihr Unternehmen oder Ihre Kunden stellen:
- Wie ist meine Ausgangslage? Welche Social Media gibt es?
- Was will ich erreichen?
- Wer ist meine Zielgruppe und wo finde ich Sie?
- Welche Botschaften will ich senden?
- Welche(n) Kanal/Kanäle wollen Sie zur Zielerreichung nutzen?

Mit diesen Überlegungen sind Sie theoretisch gewappnet für die ersten praktischen Schritte:

Mögliche Digitalausstattung im Zeitablauf

Werkzeuge

Ich werde Ihnen hier keine detaillierte Anleitung für einzelne Kanäle schreiben oder Ihnen zig Werkzeuge auflisten.

Mein genereller Rat: Starten Sie mit dem Hilfe-Bereich des von Ihnen für Sie passend identifizierten Social-Media-Kanals – darin gibt es häufig gute Anleitungen für Ihre ersten Schritte auf diesem Kanal.

Vielleicht könnten die folgenden Schritte für Sie ein Einstiegs-Szenario sein:

Social-Media-Einsteiger

Ein Social-Media-Account, den Sie – analog zum Kommunikationskonzept – ausgesucht haben. Es versteht sich von selbst, dass Sie ein vollständig ausgefülltes Profil haben.
Vernetzen Sie sich mit Bekannten, Freunden und Kollegen, treten Sie den für Sie relevanten Themengruppen bei und lesen Sie deren Neuigkeiten. Irgendwann haben Sie ein Gefühl für diese Social-Media-Plattform und steigen aktiv in Diskussionen ein.

Sie nutzen diesen einen Kanal regelmäßig ohne weitere Hilfsmittel. Dann sind Sie – meist relativ schnell – bereit für den nächsten Digitalien-Schritt und mehr Effizienz in der Social-Media-Nutzung :-).

Social-Media-Fortgeschrittene

Über Feedreader erhalten Sie automatisch wie bei einem Abonnement aktuelle Artikel aus Blogs, die sich mit Ihrem Fach- und Interessensgebiet beschäftigen. Sie werden bald merken, dass Sie vielleicht gleichzeitig sehr viele Artikel gefunden haben. Sie haben aber z. B. gerade keine Zeit, um sie zu lesen oder wollen diese an verschiedenen Tagen veröffentlichen.

Dafür benötigen Sie zusätzlich:
- Lesezeichen-Manager: Hier legen Sie Internet-Links ab, die Sie entweder später und an einem Stück lesen oder sich generell aufheben wollen.
- Sollte es für Ihr ausgesuchtes Netzwerk ein eigenes Planungstool geben (z. B. Tweetdeck für Twitter) nutzen Sie dies, um Ihre Beiträge im Vorfeld zu formulieren. Alternativ können Sie Planungstools verwenden, die auch mehrere Social-Media-Kanäle gleichzeitig bespielen, wie z. B. Hootsuite oder Buffer.

Vom Fortgeschrittenen-Level aus können Sie noch viele weitere Schritte hin zum Kenner gehen: selbst ein Blog aufmachen, einen Podcast oder Vlog ins Leben rufen, Newsletter-Marketing ausprobieren u. a. Doch das kann – je nach Gusto – später hinzukommen und würde den Rahmen dieser Ausführungen definitiv sprengen.

Wenn Sie allein nicht weiterkommen sollten oder keinen digitalaffinen Bekannten oder Freund oder Familienmitglied haben, holen Sie sich Hilfe. Überlegen Sie sich, ob ein freiberuflicher Kommunikationsberater, ein Business-Coach oder ein Mentor Ihnen helfen kann, den für Sie geeigneten Weg zu einem oder mehreren Social-Media-Accounts zu finden.
Ein mehr als legitimer und gar nicht peinlicher Weg!

Fragen und eine Bitte

Wie empfinden Sie diese Diskussion? Welche Hemmschuhe haben Sie identifiziert? Wie war Ihr Weg als digital immigrant ins Neuland und in Social Media? Welche Tipps haben Sie für andere Kommunikatoren? Welche Fragen beschäftigen Sie noch? Wie sieht Ihre Grundausstattung für Effizienz mit Social Media im PR-Alltag aus?

Schreiben Sie mir Ihre Gedanken zu meinen Ausführungen in das Kommentarfeld oder verfassen Sie, wenn vorhanden, einen Artikel auf Ihrem Blog.

Ich freue mich, wenn wir die Diskussion positiv-ermutigend für digital-affine, aber noch nicht so aktive Kommunikatoren mit oder noch keinem Social-Media-Account weiterführen.


PS:

1. Erfreulicherweise hat PR-Kollegin Stephanie Kowalski meinen Gedanken bereits aufgenommen und in ihrem Blogartikel Social Media im Arbeitsalltag von PRlern: Kommunikation für SoMe-Muffel ihre Sicht auf die Diskussion erläutert und am Schluss erläutert, wie Social Media in den PR-Alltag integriert werden kann.

2. Bereits im Juli hat Dominik Schmidt auf die “Muffel”-/“Peinlich”-Diskussion reagiert und überlegt, ob wir in dieser Debatte nicht die Werkzeuge wie Social Media zu sehr in den Vordergrund rücken. Sein Beitrag lautet: Social Media ein unabdingbarer Bestandteil der PR? Not so much…


Fotos: Manuela Seubert PR (Beitragsbild; Werkzeuge); Sarah MacDonald Photography

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