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Jahresrückblick 2025: Auf dem Weg zur „Windstille der Seele“

Hinweis vorab:
Erstmals habe ich einen Blogartikel veröffentlicht, obwohl er noch nicht fertig ist und v.a. Fotos fehlen. Grund: Ich wollte noch an der Jahresrückblog-Challenge von Judith Peters mitmachen – Deadline der Veröffentlichung ist der 6.1.26. Daher: Dieser Jahresrückblick ist noch nicht vollständig und nicht redigiert. Im Laufe des Januars wird er vervollständigt!

In meinem Jahresrückblick 2024 legte ich fest: „Das einzige Ziel in diesem Jahr (Anm.: 2025) ist: Auffüllen meines Energiespeichers (Bewegung, Ernährung, Kulturveranstaltungen und soziale Kontakte).“ Auch mein Motto „Entspannt gestalten“ sollte dieses Ziel unterstützen. Wie dringend ich das nötig hatte, zeigte sich im ersten Quartal. Das Jahr 2025 wurde ein Jahr der Arbeit im persönlichen Inneren, während von außen weiterhin private Herausforderungen an mich herangetragen wurden.

Erst kurz vor Weihnachten bei einem fast philosophischen Gespräch mit einer lang nicht mehr getroffenen Nachbarin schenkte mir diese eine Zusammenfassung meines Jahres. Eine Zusammenfassung, die ich selbst nicht besser hätte treffen können: Ich war das ganze Jahr auf dem Weg zur „Windstille meiner Seele“.

Machen Sie sich ein Haferl Kaffee oder Tee und begleiten Sie mich auf meinem Jahresrückblick, der mehr persönliche als berufliche Rückblicke enthalten wird.

Was mich im Jahr 2025 beschäftigt hat

Windstille meiner Seele

Der Begriff „Windstille der Seele“ geht auf Friedrich Nietzsche zurück – laut diesem ist „für den Denker und für alle erfindsamen Geister Langweile jene unangenehme Windstille der Seele, welche der glücklichen Fahrt und den lustigen Winden vorangeht.“

Als ich diesen Begriff „Windstille der Seele“ hörte, dachte ich nicht an Langeweile. Zugegeben, in den letzten Jahren habe ich häufig gesagt: „Ich hätte es gern, dass ich mir mal wieder so richtig langweilig ist.“

Die Worte „Windstille der Seele“ lösten etwas anderes bei mir aus. Die privaten Herausforderungen der letzten drei Jahre (ingesamt 12 Umzüge und drei Haushaltsauflösungen für nahe Verwandte über teils große Distanzen) waren einfach so verdammt schwer und so viele. Denn das, was wir an privaten Herausforderungen erlebten, machen andere Familien in ca. 15 Jahren durch. Verbunden war das mit so viel körperlichem, emotionalem und kognitivem Über-die-eigenen-Grenzen-Hinausgehen verbunden, dass mich nur diese drei Worte „Windstille der Seele“ direkt ruhig werden ließen. Wieder ankommen bei mir selbst, nicht überwiegend für andere denken und handeln, wieder mich hören. Ja, das war das Ziel, auf das ich in 2025 hinarbeitete!

Die privaten Herausforderungen wurden im Jahr 2025 zwar weniger. Doch eine Nachricht Ende Januar 2025 erschütterten die Pläne von mir und meinem Mann. Etwas, was sich für uns erst Anfang November lösen sollte. Darüber hinaus mussten wir uns in diesem Jahr leider von zwei nahen Verwandten verabschieden.

Als Wirtschaftswissenschaftler und Selbstständige ist man auf Produktivität und Effizienz ausgerichtet. Ein Problem anpacken, Lösungen überlegen, umsetzen. Um meine Energiespeicher wieder zu füllen hatte ich mir im ersten Quartal vorgenommen: privat und beruflich langsam starten, wieder zur Ruhe kommen und keine neuen Pläne schmieden. Was soll ich sagen: Im ersten Quartal zeigte sich erst einmal, wie erschöpft ich tatsächlich war! Das Jahr 2024 war ja nur der unsägliche Höhepunkt von vielen privaten Anstrengungen, die seit 2022 an meinen Mann und mich familiär herangetragen wurden. Ich musste mir zugestehen, dass Produktivität und Effizienz nicht im Fokus standen.
Zudem mussten wir uns leider Ende März von meinem Schwiegervater endgültig verabschieden 🖤.

Im zweiten Quartal lernte ich zu akzeptieren, dass die oben beschriebene wirtschaftliche Denke mir nicht helfen würde: Spazieren gehen; Rückzugsmomente bzw. -tätigkeiten, die zu mir passen, (wieder)finden und ausprobieren. Und immer wieder meinen eigenen Tatendrang im Zaum halten, denn meine Energie dafür war nicht da.  

Lichtblicke im dritten Quartal erst langsam, und dann im vierten immer mehr: Plötzlich hatte ich das Gefühl, meine Seele, mein Körper und mein Geist fühlen sich wieder etwas leichter und der Druck nahm ab. Sicherlich hatte es damit zu tun, dass sich die große private Herausforderung für meinen Mann und mich Mitte November klärte. Ein Knick kam dann Ende November, als wir uns erneut von einer nahen Verwandten endgültig verabschieden mussten 🖤.

Ab dem 20. Dezember bis zum ersten Januar-Wochenende 2026 habe ich tatsächlich der „Windstille der Seele“ gefrönt: Treffen mit Freunden und Familien, Gespräche, entspanntes Nichtstun und Tun, Spieleabende, Buch lesen und stricken. Keine Probleme, keine Herausforderungen – einfach nur Dinge, die Freude machen.

Also: Ich wünsche mir diese „Windstille der Seele“ wieder viel häufiger in meinem Leben, damit Kreativität und Lebenslust sich wieder voll entfalten. Dieser Wunsch wird mich im Jahr 2026 weiter begleiten: Mögen die glückliche Fahrt und die lustigen Winde kommen 🌞.

Transformationen

Rückblickend auf das Jahr 2025 habe ich in dessen stillen Momenten Innenschau betrieben. Wandel und Veränderung gibt es immer. Wir alle passen uns mal mehr, mal weniger leicht daran an. In der Rückschau auf die Jahre 2022 bis 2024 wurde mir die Menge an Transformationen bewusst, die ich zu bewältigen hatte/habe bzw. die noch andauern:

  1. Die ältere Generation, die mich und meine Familie immer wieder in den letzten Jahrzehnten unterstützt hat, braucht nun meine/unsere Unterstützung: Das Eltern-Kind-Verhältnis dreht sich um.
  2. Unsere Kinder haben das Haus verlassen und gestalten nun selbst ihr Leben, ohne in der Nähe von Mama und Papa zu sein. Mein Mann und ich sind Empty Nesters.
  3. Auch unser Haus befindet sich im Wandel: Zunächst haben wir im Januar neue, dreifachverglaste Fenster erhalten. Was ein Unterschied – im Winter halten sie die Kälte besser draußen und im Sommer die Wärme! Und zum Jahresende haben wir begonnen, die Aufteilung von vier Räumen zu verändern. Ich ziehe mit meinem Büro um und erhalte ein größeres, ehemaliges Kinderzimmer.
  4. Nicht zuletzt das Alter: Ich bin den 60 Jahren nun viel näher, um mich herum häufen sich die Gespräche zu Altersteilzeit, Vorruhestand und Rente, sowie Krankheit und Gesundheit. So habe ich mich dieses Jahr automatisch auch mehr mit dem Eintritt in das dritte Lebensalter beschäftigt. Das beeinflusste auch meine Buchauswahl, – doch dazu später.

Weitere besondere Momente/Themen im Jahr 2025 (noch erstellen)

Mein 2025

Stolz und dankbar bin ich für …

  • Ich hatte viel Geduld mit mir selbst: im Aushalten der Erschöpfung, im Besinnen auf Dinge, die mir guttun; im Nachsichtig-Sein mit mir selbst, wenn ich nicht vorankam, und meiner Gesundheit; im Nicht-Anpacken von Ideen und Projekten.
  • Dankbar bin ich dafür, dass trotz aller Zurückhaltung Lernen stattgefunden hat. Ich habe Kurse über KI-Biases und Krisenkommunikation belegt. Ich habe mich zu Moderation weitergebildet und Moderationen übernommen. Außerdem habe ich mich wieder intensiv in LEGO® SERIOUS PLAY® eingearbeitet und Workshops durchgeführt.
  • In Zeiten von Schwierigkeiten bin ich immer noch die „Home Base“ für meine erwachsenen Kids. Ein Ritterschlag, der mich dankbar und glücklich macht!
  • Endlich habe ich wieder freie Zeit und v. a. Kopfkapazität, um Bücher zu lesen.

Erste Male im Jahr 2025

Die mir selbst verordnete Ruhe und Untätigkeit hielt mich nicht davon ab, Dinge erstmals zu tun. Neugierig sein, unbekannte Erfahrungen machen und Neues zu lernen sind für mich „Salz in der Suppe des Lebens“. Und dafür war dieses Jahr wieder mehr Zeit, geplant und ungeplant.

  • Persönliche Erlebnisse und emotionale Erlebnisse:
    • Zum ersten Mal mit Langlaufski über einen zugefrorenen See: Das Gefühl ist fantastisch, aufgrund der Vereisung ist es gleichzeitig sehr anstrengend.
    • In meinem Über-mich-Blogartikel habe ich erwähnt, dass mich Fliegen seit meiner Jugendzeit fasziniert (Nr. 11). Im Oktober 2025 bin ich erstmals mit einem Tragschrauber geflogen. Hatte ich Muffensausen! Schließlich sieht dieses Fluggerät wie eine aufgeschnittene Zigarre mit Rotoren und Rollen aus. Es hat mir viel Freude bereitet und Wolfgang hat mit mir eine wunderschöne Runde über Limburg a. d. Lahn und die Umgebung gedreht.
    • Erstmals habe ich einen Tag der deutschen Einheit (in Saarbrücken) erlebt und dabei auch erstmals Bingo gespielt.
    • Auf diese ersten Male hätte ich gern verzichtet: Zweimal musste ich Todesnachrichten überbringen.
    • Imkern: Erstmals habe ich einen eingefangenen Schwarm verloren. Außerdem musste ich erstmals erleben, dass der Honig bei der Ernte so zäh und teils im Stock kristallisiert war, sodass ich ihn kaum verarbeiten konnte 😭.
  • Heimwerken und Nähen
    • Ich bin ein wenig in die Handwerker-Lehre bei meinem Mann gegangen und habe erstmals: Ventile von Heizungen und deren Verkleidung abgenommen, unsere Wassertanks geleert und Wachs-Mittelwände in die Honig-Rähmchen eingeschmolzen.
    • Ausführen des Matratzenstiches
  • Kulinarisches
    • Schon immer wollte ich mal Porridge essen. Bis zum vergangenen Januar habe ich mich da nie rangetraut, – der sieht einfach aus wie schon einmal gegessen und ist – igitt – warm! Auf der Suche nach einem Rezept wurde ich bei den Ernährungsdocs fündig. Für eine dreitätige Haferkur mit unterschiedlichen süßen und herzhaften Rezepten. Ich habe es durchgezogen. Überrascht hat mich, dass mir warme Haferflocken, sogar mit Gemüse, schmecken. Ein Lieblingsessen wird das trotzdem nicht.
    • Neue Rezepte ohne Überwindung probierte ich ebenfalls aus. Ich esse gern pochiertes Ei, die Herstellung kam mir allerdings zu „aufwändig“ und „spooky“ vor. Nun: Aufwändig finde ich es immer noch, aber ich liebe diese Zubereitungsart! Zudem kochte/backte ich erstmals: Blätterteigtaschen mit Auberginen-Linsen-Füllung, Pflaumenkompott mit Rotweinsoße, Früchtekuchen oder Apfel-Granola.
    • Der Lanzaroteurlaub bescherte mir viele neue Geschmackserlebnisse, die ich nicht selbst gekocht habe: frittierte Muräne, Vieja- und Drückerfisch, Bienmesabe und Feigenpudding.
    • Erstmals seit vielen, vielen Jahren habe ich mir wieder ein Kochbuch gekauft. Sie kennen das vielleicht: Man kauft sich eines, kocht vielleicht so an die 10 Rezepte daraus … und dann steht es ungenutzt herum. Kurz vor Weihnachten bei der Suche nach einem Kochbuch-Geschenk für andere wurde ich dann für mich selbst fündig: „Gesund kochen“ mit Rezepten, auf die ich selbst nie gekommen wäre.

Wow, ich bin grad selbst überrascht, wie viele – kleine und große – „erste Male“ da zusammenkamen. Fein, so darf das bleiben.

Wichtige Lektionen des Jahres 2025

  1. Persönlich: Der Grashalm wächst – immer noch – nicht schneller, indem ich an ihm ziehe. Ist keine Raketenwissenschaft. Das musste ich bezüglich der Genesung von meiner Erschöpfung über viele Monate hinweg akzeptieren.
  2. KI: ChatGPT wurde im November 2022 allen kostenfrei zugänglich gemacht, eine neue Ära begann. Im Jahr 2025 ist KI aus der Gesellschaft und im Business nicht mehr wegzudenken – positiv und negativ. Viele beschäftigen sich damit und setzen es privat/geschäftlich zur Ideenfindung, Korrektur oder zum Lernen ein. Viele digitale Tools haben mittlerweile KI integriert.
    Vielen macht die KI gleichzeitig auch Angst. Debatten über die KI-Ethik und die Wahrscheinlichkeit, dass KI den eigenen Arbeitsplatz ersetzt, beschäftigen viele Angestellte, Selbstständige und unterschiedlichste Berufsgruppen wie Texter, Fotografen, Schauspieler oder Programmierer.
    Außerdem sind wir mit immer mehr AI-Slop (= KI-Abfall) konfrontiert, der die digitalen Kanäle und Kommentarspalten füllt.
  3. Zum Bloggen: In meinen Jahresrückblicken darf es ruhig persönlich zugehen.
  4. Geopolitik: Mit der neuen Präsidentschaft in den USA hat sich – gefühlt – alles geändert. Die Art der internationalen Zusammenarbeit und die Zuverlässigkeit der einst sicheren Bündnisse, das Bestehen der westlichen Demokratien und Bündnisse, – nichts ist mehr selbstverständlich. Und die Taten und Äußerungen zu Beginn diesen Jahres lassen nichts Gutes für das internationale Recht hoffen.

Ausblick 2026

Was ich 2026 anders/besser mache

  • Mehr Sport und gesündere Ernährung – das unterstützt den Prozess der „Windstille der Seele“
  • Fokus auf mich, meine Bedürfnisse und das, was aus mir hervorkommen will. Es fühlt sich derzeit so an, als ob da etwas im Aufbruch ist.
  • Aktivere und gleichzeitig entspannte Suche nach Dingen, Menschen, Aktivitäten, die mich beruflich und privat 2026 mit Energie erfüllen und inspirieren werden.
  • Mein Internetauftritt hat eine Verbesserung nötig.

Diese Abenteuer erlebe ich in 2026

Kann man Urlaube als Abenteuer bezeichnen? Manchmal ja, manchmal sind sie einfach nur außergewöhnlich oder zur Erholung da. Ich freue mich sehr auf das Schottland-Abenteuer mit zwei Paaren: ab in die Highlands zum Wandern, Klönen und Whisky-Entdecken. Ein kulturelles Abenteuer erwartet mich am Bodensee – erstmals nicht nur über den TV-Bildschirm, sondern live am Bodensee werde ich die Bregenzer Festspiele erleben.

Lernen ist für mich immer ein Abenteuer. Mal mache ich es allein, mal im Team. Lernabenteuer habe ich bisher für das Jahr 2026 noch nicht geplant. In meinem Kopf reifen Wünsche nach weiterem KI-Lernen, gleichzeitig nach Moderationsmöglichkeiten.

Unglaublich, aber wahr: Mein Mann und ich starten in 2026 in das zweite 25-Jahre-Eheabenteuer 😉.

So können Sie 2026 mit mir zusammenarbeiten

Mittelständischen Unternehmen und Solo-Selbstständige stehe ich unterstützend mit Beratung, Konzeption, Storytelling sowie Text&Redaktion für ihre eigene Kommunikation zur Verfügung. Gern bin ich Ihre externe Texterstellerin für Pressemitteilungen, Blogartikel oder Newsletter; denn für authentischen Inhalt benötigt es bei potentieller Hilfe durch KI immer noch „Human in the Loop“.

Trotz oder gerade wegen der KI ist ein klarer und zielgerichteter Schreibstil wichtig. In meinen Klartext-Workshops erwerben sich Unternehmensteams aus Kommunikation und Marketing sowie Einzelpersonen fundiertes Wissen rund um Textqualität.

Sie wollen Kommunikation im Team zu den Themen Vision, Strategie, Team oder Produkte einmal anders erleben? Dann sprechen Sie mit mir als ausgebildeter LEGO® SERIOUS PLAY®-Facilitatorin.

Meine Ziele für 2026

Nach wie vor werde ich an der „Windstille meiner Seele“ arbeiten – damit sich aus der Langeweile die besten Ideen entwickeln können.

Die Transformationen der vergangenen vier Jahre konsolidieren und verarbeiten. Das berufliche und private Schiff in Bahnen bringen, die mir entsprechen. Was entspricht mir in den nächsten Lebensjahrzehnten? Auch das ist eine Entdeckungsreise, die ich hoffentlich im neuen Jahr ohne weitere zusätzliche private Herausforderungen antrete.

Mein Motto für 2026 … entsteht noch. Der Buchtitel „Jetzt gerade ist alles gut“ von Stephan Schäfer spricht mich an. Dieses Buch habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen – ich habe es ruckzuck gelesen und kann es nur empfehlen. Der Titel gefällt mir so gut, weil dieser eine Satz das Potential hat, das Grübeln über Vergangenheit und Zukunft zu stoppen und sich auf den Moment zu fokussieren; und in diesem kleinen Moment ist tatsächlich häufig alles gut.


Hoffentlich hat Ihr Jahr 2026 gut gestartet. Ich freue mich, von Ihnen zu hören oder zu lesen – gern auch in einem Kommentar zu meinem Jahresrückblick 2025 😊.

Herzliche Grüße aus Limburg

Ihre Manuela Seubert

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