Sprudelnde Begeisterung

Veröffentlicht am 23.08.2018 von Manuela Seubert

“Wie kann man mehr Emotionen auf eine Webseite bringen – also die sprudelnde Begeisterung, die man erfährt, in Schrift und Bild wandeln?”, dies fragt mich jemand aus dem Kreis meiner Newsletter-Abonnenten.

Spontane Gedanken

Direkt überlege ich:

  • Will ich bei einem geschäftlichen Webauftritt wirklich sprudelnde Begeisterung erleben?
  • Oder will ich als durch vom information overload Geplagte einfach nur die Begeisterung spüren, mit der ein Produkt oder eine Dienstleitstung angeboten wird?
  • Oder bin ich nun zu pingelig, weil ich mit der journalistischen Denke wohl das Adjektiv sprudelnd gestrichen hätte?
  • Welche Emotionen gibt es (u. a. Neugier, Freude, Hoffnung Angst, Unsicherheit)?
  • Welche Emotion ist tatsächlich der Auslöser, damit mein Kunde einen Kauf tätigt?
  • Ist für sprudelnde Begeisterung wirklich die Schriftsprache das richtige Transportmittel?

Strategische Überlegungen zu Emotionen auf der Website

Emotionen kann man auf verschiedene Art und Weise ausdrücken: im geschriebenen Wort, in Farben, in Bildern und in Audio/Videos.

Beim geschriebenen Wort kann man dabei leicht in die Versuchung zu kommen. Man sprudelt begeistert den Text raus, ohne daran zu denken, dass die Zielgruppe vielleicht nur zielgerichtet Informationen sucht. Es ist sinnvoll, die eigene Begeisterung mit einer journalistischen Schreibe zu kombinieren – ohne Kopfgeburten im Nominalstil (= O Emotion). Hilfreich ist es für ungeübte Schreiber beim Texten immer, sich einen konkreten Leser vorzustellen und dabei einem inhaltlichen Leitfaden zu folgen.

Farben beeinflussen – bewusst oder unbewusst – unsere Emotionen: Rot verbinden wir u. a. mit Aggression aber auch mit Energie, Grün ist ja bekanntlich die Hoffnung, etc. Die Gestaltung des Webauftritts sollte farblich das Corporate Design widerspiegeln und die Wirkungen von Farben berücksichtigen, die leider von Kulturraum zu Kulturraum unterschiedlich sein können (Überblick zur Farbpsychologie).

Emotionen sind in Bildern gut auszudrücken. Jeder kennt den vielzitierten Spruch: “Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte”. Wer konkrete Produkte anbietet, hat es mit der emotionalen Darstellung in Bildern leichter als jemand, der Dienstleistungen anbietet. Inspiration bei der Bildsprache finde ich – wenn mir wirklich kein Vergleich, keine Analogie, keine Grafik in den Sinn kommt – ganz gut bei der Google-Suchergebnissen in Bildern. Außerdem: Wer nicht auf Stockfotos zurückgreifen will, sollte eine gute Digitalkamera häufig mit sich führen und auf Vorrat aussagekräftige Szenen fotografieren.

Wenn es wirklich um sprudelnde Begeisterung geht, kommt dies sicherlich in Audiobeiträgen oder Videos zum Ausdruck. Die Zielgruppe hört und im besten Fall sieht, wie sich Gestik, Mimik und Sprache des Unternehmers in pure Energie und Leidenschaft für ein Thema umwandeln.

Ein Wermutstropfen bleibt

Ich hänge immer noch an der “sprudelnden” Begeisterung. Ich möchte diese in Texten, Audios und Videos wahrnehmen können – lebendig, informativ und angenehm. Jedoch sollte die sprudelnde Begeisterung nicht in überbordendes Rummäandern ausarten und abschrecken. Eine Gliederung oder ein Script lenken zum Nutzen für die eigene Zielgruppe die Leidenschaft für das eigene Thema in positive Bahnen.

Welchen Tipp haben Sie zum Abbilden von Emotionen auf der Website?

PS: Dies ist Beitrag 16 der 30-Tage-Challenge für den #10MinBlog.

PPS (7.9.2018): Die #10minBlog-Challenge ist erkenntnisreich zu Ende gegangen.

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