Welche Kaffeesorte verträgt dein Haferl Kaffee?

Veröffentlicht am 12.08.2018 von Manuela Seubert

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=> Erläuterung siehe unten


Das Sonntagsfrühstück ist vorüber. Und damit habe ich auch mein erstes Haferl Kaffee getrunken. Sonntag und Bloggen – ich habe beschlossen, es darf heute Persönliches im Blog stehen.

Am Donnerstag habe ich meine Newsletter-Abonnenten über mein #10minBlog-Vorhaben informiert und sie gebeten, mir dafür Fragen zu schenken. Hach, bin ich dankbar für diese Menschen, die mich in ihr elektronisches Postfach lassen. Mittlerweile habe ich darüber bereits 10 Fragen erhalten!

Zum Hintergrund der Kaffee-Frage:
Ein Abonnent folgt mir auf Twitter. Dort begrüße ich normalerweise meine Follower am Morgen mit einem Tweet rund um den Genuss meines Haferl Kaffee 1.0 oder 2.0. Er wollte wissen, was genau ich trinke.

Die Kaffeesorte in meinem Haferl Kaffee

Meinen Kaffee für das Haferl Kaffee kaufe ich bei der Barista meines Vertrauens: Bianca Zimmermann, die die Lahntaler Kaffeerösterei in Diez (Nachbarstadt von Limburg) führt. In ihrem Geschäft steht der Kaffeeröster, der mir meinen Arabica-Kaffee “Oraniensteiner Grafentrank” röstet.

Dieser Röstkaffee ist ein Cuvée, der zu 50:50 aus zwei Varietäten besteht:

  1. Catuai Honduras fw
  2. Bourbon tekisic, el Salvador fw

“fw” steht für fully-washed. Nach der Ernte findet das Processing (i. e. Aufbereitung) statt, das für die Aromaentwicklung elementar ist. fw bedeutet, dass bei solchen Bohnen die Kirschhaut und das Kirschfleisch der Kaffeebohne komplett abgewaschen wird. So bekommen die Kaffeebohnen eine klare, fruchtige Aromastruktur.

Damit ich das Obige überhaupt schreiben konnte, bin ich am Freitag schnell zu Bianca gefahren – schließlich musste ich auch Kaffee-Nachschub kaufen. Mir fiel nämlich nach dem Lesen der Frage meines Newsletter-Abonnenten gerade noch “Grafen-Irgendwas” ein.
Hinweis: Sollten sich Fehler in die obige Beschreibung eingeschlichen haben, sind sie auf meinem Mist gewachsen :-).

Namensfindung

Bei diesem Gespräch fragte ich Bianca auch, wie sie überhaupt auf die Namen ihrer selbst gerösteten Kaffees komme. Auf ihrer Website hat sie dazu bereits kurz geschrieben.

Der Name Oraniensteiner Grafentrank kam folgendermaßen zustande:

  • Der Kaffeename sollte für Bianca einen regionalen Bezug haben. Diez ist Oranierstadt. Den Oraniern verdanken wir hier an der Lahn einige Schlösser, auch das in Diez.
  • Biancas Mädchenname lautet Graf.
  • Und für das Getränk wollte sie einen altertümlichen Begriff: nicht Kaffee, nicht Getränk, nicht Trunk, sondern Trank.

Also, in meinen Haferl Kaffee landet “Oraniensteiner Grafentrank”.

PS: Dies ist Beitrag 5 der 30-Tage-Challenge für den #10MinBlog.

PPS (7.9.2018): Die #10minBlog-Challenge ist erkenntnisreich zu Ende gegangen.


Erläuterung zur ersten Zeile [Werbung]:
Wie oben geschrieben kaufe ich bei Bianca seit Jahren meinen Kaffee: Sie hat mich weder um diesen Blogbeitrag gebeten noch gegen Bezahlung in Auftrag gegeben!

Jedoch gab es Ende Mai ein Gerichtsurteil, in dem eine Instagram-Influencerin verurteilt wurde, weil sie über ein selbst gekauftes Produkt geschrieben und dieses verlinkt hatte. Das Gericht befand, dass sie diesen Post als Werbung hätte kennzeichnen müssen.
Dieses Urteil hat viele Fragen aufgeworfen: Ab wann zählt man zu den Influencern? Gilt die Kennzeichnungspflicht nur für Instagram? Wenn ich in meinem beruflichen Blog einen privaten Beitrag wie diesen schreibe, müsste ich ihn als Werbung kennzeichnen?
Ich bin mir nicht sicher. Daher habe ich zur Sicherheit vor Abmahnungen diesen Beitrag als Werbung gekennzeichnet.

Vielleicht werden diese Fragen erst wieder durch Gerichtsurteile in Deutschland geregelt werden müssen – es kann einem das Bloggen echt verleiden.

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