Nie mehr ohne Trello: meine digitale To-Do-Liste

Veröffentlicht am 10.08.2018 von Manuela Seubert

Vorgestern schrieb Sabine Rupp in Ihrem #10minBlog über Papier, ihre analoge Liebe in der digitalen Welt. Darin sprach sie auch ein Hoch auf die To-Do-Liste auf Papier aus. Schließlich sei es ein Vergnügen ein To-Do auf Papier durchzustreichen, – besonders mehrfach.

Ich musste schmunzeln. Früher habe ich ebenfalls auf meinen ellenlangen Papier-To-Do-Listen mit Freude die Häkchen gesetzt, teils auf mehreren Seiten zzgl. der benötigten Informationen (ebenfalls auf Papier). Manche Punkte habe ich nicht nur mehrfach durchgestrichen, sondern regelrecht vernichtet ;-).
Doch irgendwann wurde es lästig und ineffizient. Da sind noch zwei To-Does auf Seite 1, drei auf Seite 2 und 5 auf Seite 4. Also, schrieb ich mit Grummeln die übrig gebliebenen Punkt auf eine neue eröffnete Liste.

Erwähnen muss ich noch, dass es diese Papierlisten natürlich in meinem Büro, fast in jedem Stockwerk unseres Hauses und in vielen Handtaschen gab. Als Kommunikatorin habe ich fast überall Papier und Stift dabei, schließlich gibt es immer irgendetwas zu notieren :-). Es war ein Papier-Listen-Eldorado inklusive des verlorenen Überblicks.
Bei aller Liebe für Papier, so konnte es nicht weitergehen!

Ich stimme Sabine zu, wenn es um gedruckte Bücher geht. Ich brauche dieses haptische Gefühl beim Lesen. Fachbücher werden bei mir regelrecht bearbeitet und sehen danach wirklich gebraucht aus: markierte Stellen,Notizen am Rand, Klebezettel. Doch die To-Do-Listen wurden mit der Selbstständigkeit und der Organisation eines Vier-Personen-Haushaltes und Haus einfach ineffizient.

Ich sah mich nach einer App um, die mir die To-Do-Listen abnahmen. Aber es war keine Liebe auf den ersten, zweiten oder dritten Blick. Erst als ich von Trello erfuhr und einen Online-Kurs dazu buchte, hatte ich mein System gefunden. Über Trello organisiere ich nun mein privates und berufliches Leben.

In Trello wird ein To-Do-Punkt zu einem “Kärtchen”. In diesem Kärtchen können alle möglichen Informationen verarbeitet werden: Titel des To-Does, ausführlichere Beschreibung, Kommentare über den Fortschritt, Fristsetzung, Checklisten, Anhänge, Bilder, – kurz: alles, was man zum Bearbeiten eines To-Does braucht, finde ich nun an einem Ort.

Auch das Durchstreichen, sogar mehrfach und ein wenig das Vernichten ist mir bei Trello möglich:

  1. Sobald ich ein mit einer Frist gesetztes Kärtchen erledigt habe, kann ich bei der Frist ein Häkchen setzten.
  2. Zusätzlich zum Haken wird der Termin auf dem Kärtchen nicht mehr nur in Rot angezeigt, sondern er wechselt auf “Grün”.
  3. Ich habe mir zusätzlich ein sogenanntes Label für “Erledigt” erstellt – das erledigte To-Do erhält eine weitere grüne Markierung.
  4. Anschließend wird das Kärtchen in meinem Cockpit noch in die Liste der wöchentlich erledigten Dinge verschoben.
  5. Am Ende der Woche wird diese Erledigt-Liste in ein Board “Löschen” verschoben.
  6. Einmal im Quartal wird – wegen DSGVO-Konformität – dieses Board komplett gelöscht.

Beim Schreiben der obigen Punkte fiel mir gerade auf, dass sich dies komplizierter anhört als es in Realität ist.

In Trello organisiere ich nicht nur meine To-Does, sondern auch meine Projekte, Projekte mit Kunden und meine Familie. Mit der App habe ich dieses Organisationstool immer dabei; auch wenn kein Netz vorhanden ist, werden die Änderungen zunächst offline auf dem Smartphone gespeichert und später synchronisiert.
Die Zettelwirtschaft hatte endlich ein Ende. Es ist und bleibt für mich eine virtuelle Wohltat!

Ich vermisse meine Papier-To-Do-Listen überhaupt nicht mehr.

PS: Dies ist Beitrag 3 der 30-Tage-Challenge für den #10MinBlog.

PPS: Dieser Beitrag hat mit 23 Minuten das Zeit-Budget gesprengt tstststs.

PPPS (7.9.2018): Die #10minBlog-Challenge ist erkenntnisreich zu Ende gegangen.


Diese Beiträge könnten Sie außerdem interessieren

Kommentare anzeigen

Informationen zum Datenschutz beim Anzeigen von Kommentaren.