Neu bei Twitter: Gruppen-Unterhaltung und mobile Videos

Veröffentlicht am 29.01.2015 von Manuela Seubert

Vor zwei Tagen hat Twitter über seinen Deutschland Blog bekannt gegeben, dass …

  1. Twitter-Nutzer über die Funktion Direktnachrichten nicht nur mit einem Follower, sondern mit einer Gruppe bis zu 20 Personen eine Unterhaltung führen kann und
  2. über die Twitter-App direkt Videos bis max. 30 Sekunden aufgenommen, bearbeitet und geteilt werden können.

Die beiden Funktionen werden in den nächsten Tagen für alle Nutzer verfügbar gemacht. Ab sofort können Sie sich bereits die von anderen geposteten Videos ansehen. Ebenso können Sie an Gruppen-Chats teilnehmen, zu denen Sie eingeladen werden.

Wo finden Sie dazu Informationen?

In diesem Twitter-Video zur Gruppenunterhaltung erfahren Sie mehr:
Twitter-group-messages-video

Hilfreiche Artikel zum den neuen Funktionen “Gruppen-Unterhaltung” und “Videokamera für unterwegs”:

Was bringt’s?

Persönlich glaube ich, dass die direkte Nutzung der Videofunktion über die Twitter-App für Unternehmen und Marken interessant sein kann. Sicherlich hängt dies auch davon ab, wie gut und einfach handhabbar die Bearbeitung des gedrehten Videos in der App ist.

Ich gehe jetzt mal Testen ;-).

Aktualisierung (Datum 29/01/2015, mittags):

Heute Morgen habe ich mit meinen Twitterkontakten, PR-Kollegin Ruth Konter-Mannweiler und Rechtsanwältin Astrid Christofori, direkt den Gruppenchat ausprobiert.
Während bei mir die Funktion freigeschaltet ist auf dem Desktop, konnten sie selbst noch nicht diese Funktion initiieren.

Hier unsere gesammelten Erfahrungen:

  • Positiv ist, dass man für eine intensivere Diskussion nicht die Plattform Twitter wechseln muss, um z. B. das Gespräch in einem Hangout weiterzuführen.
  • Außerdem verläuft die Kommunikation asynchron, kann von jedem Teilnehmer unterbrochen und später wieder aufgenommen werden. Präsenzpflicht wie in einem Hangout ist nicht gegeben.
  • Extrem erfreulich ist zudem, dass man in einer Gruppen-Unterhaltung mehr Zeichen zur Verfügung hat, um seine Gedanken zu erläutern. Dies ist möglich, da die @-Mentions der anderen Teilnehmer entfallen. Super!
  • Damit im Direktnachrichten-Postfach nicht alle Teilnehmer hintereinander aufgeführt werden, kann man einen Gruppennamen anlegen, – analog zur Betreffzeile in E-Mails. Dies hilft, schneller ein bestimmtes Gespräch und dessen Inhalte zu finden. Like it!
  • Wir waren nur zu Dritt (statt max. 20 Personen) im Chat. Schnell fanden wir unser Gespräch unübersichtlich. Das lag zum einen daran, dass die Tweets teils mit erheblicher Zeitverzögerung bei uns ankamen und sich somit Gesprächsfetzen überlagerten. Zum anderen kann man das Fenster der Direktnachrichten nicht größer ziehen, sodass man im Chat scrollen muss. Hier hilft sicherlich z. B. die Benennung eines Moderators.
  • Negativ aufgefallen ist uns, dass jeder Teilnehmer des Gruppenchats die Beiträge von anderen u. a. löschen kann. Darüber waren wir not amused. Sind solche Eingriffe in die Meinungsfreiheit wirklich nötig? Und entsteht durch diese Möglichkeit nicht ein Durcheinander? Dazu muss in einem Gruppen-Chat klar Stellung bezogen werden, um den Teilnehmern zu verdeutlichen, ob dies gewünscht ist.
  • Dass jeder Chatteilnehmer einen anderen Beitrag als Spam melden kann, ist wahrscheinlich als Mittel dazu gedacht, wertschätzende Kommunikation zu fördern.
  • Die Funktion “Mitteilung deaktivieren” im Pull-down-Menü des Chatfensters gab uns Rätsel auf.

Unser Fazit: Wir finden die Funktion der Gruppenunterhaltung gut, – mit kleinen Einschränkungen.

Also, weiter fleißig ausprobieren :-).

Screenshot: © Manuela Seubert

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