Bereitet Ihnen Ihre Twitter-Timeline Kopfschmerzen?

Veröffentlicht am 09.10.2014 von Manuela Seubert

Twitter-Timeline-Management

Wenn Sie schon länger bei Twitter sind, kennen Sie sicherlich die folgende Situation.

Zu Beginn Ihres Twitterdaseins folgen Sie vielen Twitterati, die z. B. zu Ihrer Branche oder Ihrem Interessengebiet passen. Da bei Twitter das Prinzip der Followerschaft und nicht wie bei Facebook das Kontaktprinzip gilt, ist es leicht, eine Vielzahl von twitternden Personen, Marken und Unternehmen Ihrer Timeline hinzuzufügen.

Doch irgendwann kommt die Ernüchterung. Die Nachrichten der Personen, denen Sie folgen, fliegen in Ihrer Timeline schneller vorbei als Sie das Wort Tweet aussprechen können. Sie beginnen über exzessives Entrümpeln, sprich über das “Entfolgen”, nachzudenken.

Halt! Das muss nicht sein.

Vorher haben Sie andere Möglichkeiten, Ihre Kommunikation beim Mikroblogging-Dienst Twitter effizient zu organisieren.

Die wichtigsten Funktionen dafür sind: “Listen”, “Folge ich” und “Stumm schalten”.


Definition der Twitter-Funktionen “Folgen/Folge ich”, “Stumm schalten” und “Listen”

Falls Sie diese Funktionen noch nicht wirklich kennen, sollten Sie kurz in den folgenden Definitionsbereich reinschnuppern.

“Folgen/Folge ich”

Twitter-Button-FolgenWenn Sie jemandem folgen, dann haben Sie in dessen Twitter-Account den “Folgen”-Button gedrückt; anschließend erscheint in diesem Button der Text “Folge ich”. Somit sehen Sie dessen Tweets in Ihrer Timeline.

“Stumm schalten”

“Stummschalten ist eine Funktion, mit der Du die Tweets eines Accounts auf Deiner Timeline verbergen kannst, ohne dabei diesen Account zu blockieren oder zu entfolgen”, so steht es in der Twitter-Hilfe.

In einem Blogbeitrag habe ich diese Funktion bereits erläutert.

“Listen”

Listen sind ein Instrument der Ordnung. In einer Liste können Sie Twitter-Nutzer einordnen, die zu einem bestimmten Thema twittern oder einer bestimmten Gruppe zugehörig sind, – wie z. B. Coaches, Kunden, Journalisten, Social Media oder Steuerberatung.

Hier können Sie Details zur Listenerstellung in meinem Blog nachlesen.


Welche Überlegungen sollten Sie nun anstellen, um Ihre – gefühlt – übersprudelnde Timeline ein wenig straffer zu organisieren und den Strom der Nachrichten relevanter zu gestalten?

Follower-Management mit “Folge ich”, “Listen” und “Stumm schalten”

Generell ist es an dieser Stelle für mich schwer, Ihnen eine bestimmte Empfehlung auszusprechen. Was Ihnen am besten liegt, hängt z. B. davon ab, ob Sie schnell Text erfassen können, ob private Tweets Sie stören, ob Sie lieber strukturiert arbeiten oder ein gewisses Chaos Ihre Kreativität anfeuert.

Lesen Sie daher im Folgenden nach, welche aus meiner Sicht praktikablen Möglichkeiten Ihnen Twitter zum “Folge ich”-Management bietet. Und wählen Sie dann das für Sie passende Instrumentarium.

1. Möglichkeit: Nur “Folge ich” verwenden

Twitter-Button-Folge-ichDas ist die einfachste Art, Twitter-Accounts zu folgen. Wie oben beschrieben, läuft dabei Ihre Timeline auf Hochtouren. Hier stehen die privaten Meldungen Ihrer Freunde neben den Branchenmeldungen Ihres Verbandes und den Serviceanfragen Ihrer Kunden u. v. m.

Schnellleser und Menschen, die aus der Vielzahl der Themen Ihre Kreativität beflügeln, können sich darauf einlassen.

Ich persönlich komme damit nicht zurecht. Am häufigsten benutze ich daher die folgende Option:

2. Möglichkeit: “Folge ich”/“Entfolgen” und “Listen”

Twitter-Button-ListenGrundsätzlich folge ich zunächst nur Twitterati, die mich thematisch interessieren. Gleichzeitig ordne ich diese direkt in eine meiner privaten und öffentlichen Listen ein.

Mit der Zeit kristallisiert sich für mich heraus, ob einzelne Twitterer langfristig in meiner Haupt-Timeline stehen sollen. Wenn nicht, “entfolge” ich ihnen, habe sie mit ihren Informationen trotzdem im meinen Untergruppen – sprich: Listen – stehen.

Fürchten Sie, dass Sie mit Ihrem “Entfolgen” jemandem auf den Schlips treten, dann sollten Sie die folgenden Funktionen kombiniert einsetzen:

3. Möglichkeit: “Folge ich” und “Stumm schalten” und “Listen”

Twitter-Button-StummgeschaltetManchmal ist es aus “taktischen Gründen” nicht anzuraten, jemandem bei Twitter zu entfolgen. Hier hilft das “Stumm schalten” enorm.

Eine fast episch anmutende Anzahl von Gründen, warum Sie jemandem weiterhin folgen und dabei verstummen lassen sollten, hat Samuel Gibbs hier aufgelistet.

Gepaart mit einem Listeneintrag geht Ihnen keine News verloren, es entstehen keine zwischenmenschlichen Missverständnisse und Ihre Timeline ist trotzdem schlank.

4. Möglichkeit: (Fast) keinem “Folgen” und keine “Listen”

Mit dieser Variante haben Sie keine Kopfschmerzen durch eine überbordende Timeline. Sie fragen sich vielleicht, ob eine solche Kommunikationsvariante in einem sozialen Medium wie Twitter überhaupt sinnvoll ist?

Durchaus! Dies gilt vor allem, wenn Sie Twitter strategisch als Echtzeitmedium für Ihren Service verwenden wollen.

Berühmtes Beispiel für diese Möglichkeit ist in Deutschland die Deutsche Bahn mit ihrem Serviceaccount @DB_Bahn. Dort beantwortet die Deutsche Bahn zu bestimmten Zeiten alle servicerelevanten Fragen von Twitter-Bahnkunden schnell und unkompliziert. Dazu ist es nicht nötig, dass die Deutsche Bahn all diesen Twitter-Bahnkunden folgt.


War etwas für Sie dabei?

Mit diesen Kniffen werden Sie hoffentlich eine relevantere Twitter-Timeline für sich erstellen.

Sollten Sie noch eine andere Möglichkeit gefunden haben, teilen Sie diese bitte mit meinen Lesern und mir im Kommentarfeld.

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Haben Sie weiterhin Freude und Erfolg bei Ihrer Kommunikation!
Ihre Manuela Seubert

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