PunkteABC: Konfetti

Veröffentlicht am 25.02.2014 von Manuela Seubert

Ob bei Karneval, Fasching, Fastelovend oder bei Hochzeiten, Feiern, Geburtstagen, – diese besondere Erscheinungsform von Punkten ist fast immer dabei.

Konfetti sind dann wieder – im wahrsten Sinne des Wortes – in aller Munde (wenn man während einer Konversation denselben nicht schnell genug geschlossen hat), in der kunstvoll gestylten Haarfrisur, in sämtlichen Öffnungen der am Leibe getragenen Kleidung oder in Ihrem Bier- oder Weinglas, über das Sie nicht schnell genug schützend Ihre Hand gehalten haben.

Konfetti aus bunten Zuckerkreisen.jpg

Ein Blick in das Herkunftswörterbuch aus dem Dudenverlag offenbart, dass das Wort Konfetti vom italienischen “confetto” abstammt und dies u. a. “Zuckerzeug” bedeutet. Wie auch beim in den nächsten Tagen beginnenden Straßenkarneval haben Narren schon in früheren Zeiten Konfetti, d. h. Zuckerzeug, ins Volk geworfen. Später wurden daraus Gipskügelchen, die schließlich von Papierschnipseln ersetzt wurden (1).
Gott sei Dank, gibt es heute auf den Karnevalsumzügen wieder “Zuckerzeug” und nicht Gipskügelchen, aua.

Übrigens, fand ich diese Definition von Konfetti in einem Karnevalslexikon (2):

KONFETTI, DAS: bunte Jeckengehirn-Nachbildung in Orginalgröße.
(Querverweis ‘Gehirn: rudimentär entwickeltes Restorgan im Schädel, ungefähr 15 cm über der Bier-Einfüllöffnung. Funktion unbekannt.’)

Buntes Treiben, Spaß, gute Laune und Gespräche soll das Konfetti unterstützen. Konfetti gibt es nicht nur aus Zucker oder aus Papierabfällen. Für Konfettiregen wird spezielles Papier oder Folie verwendet, das um ein Vielfaches langsamer zu Boden fällt (3).
Das ursprüngliche Zuckerwerk und die Papierschnitzeln haben eine ganz eigene Industrie entstehen lassen, die mittlerweile eine Vielzahl von unterschiedlichen Motiven produzieren, wie z. B. “Happy Birthday”, “Just Married”, alle runden Geburtstagszahlen, Herzen, Sterne oder auch die folgende Variante.

Konfetti auf bunten Kreisen und schwarzen Noten

Und sollten Sie einmal kurzfristig Papierschnipsel benötigen, können Sie notfalls immer Ihren eigenen Locher öffnen. Werfen Sie das Konfetti anschließend mit der Hand oder verwenden Sie Hand-Konfettikanonen, – der Spaß ist nie weit von Ihnen entfernt :-)

Selbstgemachte Konfetti aus dem Locher

In diesem Sinne: Helau, Alaaf, Hummel Hummel, … genießen Sie mit oder ohne Konfetti ab Weiberfastnacht die tollen Tage!

Quellen

(1) Das Herkunftswörterbuch, Duden Band 7, 4. Auflage, Dudenverlag
(2) Konfetti-Definition aus dem Karnevalslexikon
(3) Wikipedia Konfetti

Fotos: © Manuela Seubert

Diese Beiträge könnten Sie außerdem interessieren

Kommentare anzeigen

Informationen zum Datenschutz beim Anzeigen von Kommentaren.