#bcrm13 - Tag 1: Erfahrungsaustausch zu Kommunikation, Social Media und Technik

Veröffentlicht am 26.11.2013 von Manuela Seubert

Zwei Tage verbrachte ich am 23./24.11.2013 auf dem Mediencampus in Darmstadt-Dieburg, um mit vielen anderen Menschen auf dem BarCamp Rhein-Main Vorträgen zu lauschen und an Diskussionen teilzunehmen. Die Sessionplanung am Samstag war schon aufschlussreich: Es wurden so viele Vorschläge gemacht, dass bereits ein Teil auf den Sonntag verlegt werden musste.

Im folgenden reiße ich kurz an, welche Sessions ich am 23.11. besucht habe, welche Inhalte diskutiert wurden und verlinke ggfs. zu Blogbeiträgen des Vortragenden oder interessanten Websites.

Enthüllt: Das Geheimnis meines Facebook-Erfolges

Jan Eggers stellte in seiner Session die Theorie der nutzungsgerechten Posts vor. Was lockt Social Media-Nutzer wirklich? Was fliegt wirklich bei Facebook? Angefangen von der anstrengenden und energiearmen Mediennutzung (Lean Forward: Lesen in Zeitung oder Buch versus Lean Back: Berieseln lassen à la TV-Konsum auf dem Sofa) über den Erfolg bei Facebook (= Kombination aus Reichweite und Interaktion).
Fazit und Mantra von Jan Eggers à la D. Kahneman: Vermeide kognitive Anstrengung beim Nutzer.
bcrm13 D. Kahnemann - System 1 und 2
Nachzulegen ist diese erhellende Session sehr gut auf Jans Blog.

SEO für Dummies – und warum es sein Geld wert ist

Gerrit Sturm von Browserwerk präsentierte Tipps und Tricks zum Thema Search Engine Optimization. Wie schafft man es sein Produkt am Markt richtig zu platzieren und Klicks zu generieren? Welche SEO-Fehler gilt es zu vermeiden? Welche SEO-Tools kann man verwenden? Warum ist SEO so teuer? Gerrit hat seine Präsentation auf Grund der Nachfrage ins Netz gestellt (Aktualisierung 16.05.2018: Ursprünglich verlinkte Webseite wurde dauerhaft entfernt). Für Dummies war dies eine gute Präsentation mit Vermittlung von SEO-Basiswissen. Ich ging aus der Session mit dem festen Vorsatz, mich noch einmal mit Google Places und Artikelverzeichnissen zu beschäftigen.

Die Bahn kann auch pünktlich sein

Die Bahnsession von Malte Krohn, Marco Bereth und Ingo Sauer wurde mir von einem Twitterkontakt empfohlen, der diese Session bereits auf dem diesjährigen BarCamp in Düsseldorf erleben konnte. Bahnfahren war für mich bis Ende der 90er-Jahre mein tägliches Brot, mittlerweile bin ich fast ausschließlich mit dem Auto unterwegs (u. a. Buzzword “Mamataxi”). Daher staunte ich nicht schlecht, welche Tricks diese drei BarCamper und Vielfahrer der Bahn kannten. Für Gelegenheitsfahrer und auch die geübten Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs gibt’s “hier” die Tipps zum Nachlesen, – es lohnt sich auch ein Schmökern in den Kommentaren (Aktualisierung 16.05.18: Ursprünglich verlinkte Webseite wurde dauerhaft entfernt).

Blogger-Kodex (beta)

In der Session von Daniel Rehn drehte sich alles um Blogger Relations, – und zwar aus einem bisher nicht so häufig anzutreffenden Blickwinkel. Hinweise, wie Unternehmen sich vernünftig an Blogger annähern und mit ihnen zusammenarbeiten sollten (Stichwort: Blogger Relations) gibt es mittlerweile häufig. Daniel stellte die Beta-Version eines Blogger-Kodex aus Unternehmenssicht vor. Jedes Unternehmen sollte sich die Frage stellen, wie möchten wir die Blogger Relations handhaben. Konkret hat er mit der Agentur, für die er arbeitet, diesen Kodex ausgearbeitet und am BarCamp zu Diskussion gestellt.
Neben der Diskussion über den Kodex wurden auch Fragen aufgeworfen, wie z. B.: Wer ist eigentlich ein Blogger? Benötigt man ein CMS oder zählt schon der Instagrammer und der Twitterer dazu? Sollte man Blogger Relations als Unternehmen wirklich über Agenturen laufen lassen und nicht lieber one-to-one? Sollte man Blogger eine finanzielle Wertschätzung entgegenbringen und wenn ja, in welcher Form?

I have no clue, I have no train, but I have to travel

Sascha Stoltenow bot diese Session zum Thema “Content Strategy” an. Da ich am Tag 2 des #bcrm13 noch zwei Sessions zum ähnlichen Thema besuchte, werde ich dazu im nächsten Blogbeitrag berichten.

Wetterfest nach dem Social Storm?

Thomas Zimmerling, Pressesprecher bei Jack Wolfskin, berichtet darüber, wie Jack Wolfskin im Herbst 2009 zum Paradebeispiel eines Social Storms wird. Dieser Zwischenfall basiert auf einer Markenrechtsverletzung bei DaWanda, der in einen Empörungsschrei im jungen Web 2.0 ausuferte, auf den das Unternehmen damals nicht vorbereitet war. Die Slides zur Präsentation gehen ein auf die Folgen von DaWanda fürs Unternehmen, die Krisenprävention, den Verhaltenskodex zum Markenrecht und aktuelle Fälle, mit denen Jack Wolfskin immer wieder konfrontiert wird. Abschließend diskutierte das Plenum konstruktiv die Frage, wie mit Markenrecht umgegangen werden kann.

Die Sessions habe ich nach bestem Wissen und Gewissen zusammengefasst. Sollte etwas fehlen oder nicht stimmen, kommentiert bitte.

Foto: © Manuela Seubert

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