Blogparade: Teilnehmen oder nicht teilnehmen?

Veröffentlicht am 22.08.2013 von Manuela Seubert

Auf dem von mir sehr geschätzten Blog Karrierebibel ruft Christian Müller zu einer #Blogparade über Blogparaden auf. Entdeckt habe ich diese erst vor zwei Tagen über den Beitrag von Lars Hahn. Viele engagierte Blogger haben bereits Tipps und Tricks zusammengestellt und wertvolle, lesenswerte Gedanken und Ideen beigesteuert. Was soll ich als Blog-Neuling mit überschaubaren Leserzahlen und noch nicht selbst initiierter Blogparade beitragen können? Das Thema lies mir keine Ruhe, Gedanken formten sich, ich las die bereits erschienenen Beiträge.

Meine Erfahrungen mit Blogparaden

Erst im April diesen Jahres ging meine Webseite mit integriertem Blog ins Netz. Ziel: Reputationsaufbau durch Blogbeiträge rund um meine Arbeitsschwerpunkte Kommunikation, Text und Soziale Medien. An Blogparaden teilnehmen wollte ich zunächst nicht und schon gar keine initiieren. Schließlich ist mein Blogdepot noch nicht mit ausreichend Material gefüllt, damit sich potenzielle Leser bzw. Abonnenten ein umfassendes Bild von mir machen können. Außerdem wollte ich erst über das „Mitlesen“ ein Gespür für Blogparaden bekommen.
Doch es kommt manchmal anders, als man denkt.

Erfahrung Nr. 1: Sag niemals nie!

Noch während ich das “Go live” meiner Website mit der Beschreibung meiner Person und meiner Leistungen und die ersten Blogeinträge vorbereitete, startete Wibke Ladwig die erfolgreiche Blogparade “Und was machen Sie so beruflich?” (Aktualisierung: 18.4.2016: Link zur Blogparade derzeit nicht erreichbar). Da ich mich gerade selbst intensiv mit diesem Thema beschäftigte, zog es mich magisch zum Laptop und in einem Flow verfasste ich einen Beitrag. So schmiss ich erstmals meine Prinzipien des “Fülle erst deinen Blog” und “Nur Themen zu Kommunikation und Text” über Bord. Der Blogbeitrag war fertig, nur meine Webseite ging erst Anfang April online. Mit der Verlinkung und der Kommentierung auf Wibkes Blog machte ich …

… Erfahrung Nr. 2: Verspätet eingereichte Blogbeiträge werden nicht immer angenommen

Manche Initiatoren von Blogparaden lassen Beiträge, die nach der Deadline eingereicht werden, noch zu. Dies hoffte ich bei Wibke Ladwig’s Blogparade auch, – und wurde eines Besseren belehrt. Heute ist mir klar: Halte dich an den vorgegebenen Zeitrahmen und wenn du es nicht schaffst, frage vorher beim Initiator der Blogparade nach, ob der verspätete Beitrag willkommen ist.

Erfahrung Nr. 3: Sich schreibend selbst kennenlernen und geschäftlich klarer positionieren

Zähle ich diesen Blogbeitrag und damit die Teilnahme an dieser Blogparade nicht mit, habe ich bei 18 verfassten Blogbeiträgen bereits an vier Blogparaden teilgenommen! Dieser hohe Anteil hat mich selbst überrascht. Doch alle vier Blogparaden-Themen sprachen mich als Freiberuflerin direkt an: die oben bereits erwähnte Frage nach meiner „Berufung“, mein Wunschkunde, Wertschätzung für Solo-Unternehmer und mein wichtigster Zeitmanagement-Tipp (s. u.).
So erhielt innerhalb kürzester Zeit mein ursprünglich “reiner” Kommunikations-Blog durch die Teilnahme an Blogparaden eine für mich stimmige Erweiterung. Die Erfahrungen, die ich im weitesten Sinne rund um meine Selbstständigkeit sammle, runden jetzt meinen beruflichen Blog ab und bieten dem Leser oder potenziellen Kunden einen Einblick in meine Persönlichkeit als Geschäftsfrau.

Erfahrung Nr. 4: Input für mein Netzwerk

Die für mich neuen Blogs und die darin häufig fundierten Beiträge empfehle ich meinem Netzwerk bzw. einzelnen Kontakten gerne weiter. Diese Blog-Fundstücke nutze ich als Chance, mit meinem Netzwerk unverbindlich in Kontakt zu treten … wer weiß, was sich aus solchen Empfehlungen auf lange Sicht ergibt.

Erfahrung Nr. 5: Die Teilnahme an Blogparaden kostet Zeit

Und damit meine ich nicht nur das Verfassen des eigentlichen Beitrags zur Blogparade. Grundsätzlich mache ich mir vor der Teilnahme ein Bild vom Blog des Initiators und der Qualität der dort erschienenen Beiträge. Außerdem beobachte ich den Verlauf der Blogparade und die ersten veröffentlichen Blogposts. Sind diese interessant, nehme ich an der Blogparade teil. Während der laufenden Blogparade lese ich die weiteren Beiträge und kommentiere diese, wenn sie mir gefallen, mich weitergebracht haben oder ich etwas ergänzen kann. Interessante Blogs füge ich meinem RSS-Reader hinzu. Gegebenenfalls vernetzte ich mich mit den Blogbetreibern über andere soziale Netze. Abschließend lese ich die Zusammenfassung des Blogparaden-Initiators, – und das kostet einfach Zeit.

Erfahrung Nr. 6: Blogparaden sind der Nährboden für neue virtuelle oder reale Kontakte

Aus den Kommentierungen und der Vernetzung über weitere soziale Netzwerke haben sich bereits nette, virtuelle Bekanntschaften ergeben, die vielleicht in weiterer Zukunft in reale Begegnungen münden.

Fazit

Gerne nehme ich an Blogparaden teil, die zu meinem beruflichen Umfeld und dem Thema meines Blogs passen. Die Blogparaden machen zum einen mich und meinen Blog sichtbar, zum anderen sind sie eine Quelle für neue Ideen und Kontakte. Zudem regen mich die Themen zur Selbstreflexion an. Man lernt unterschiedliche Sichtweisen kennen und kann fast spielerisch seinen eigenen Horizont erweitern.
Mitmachen lohnt sich!

P.S.

Aktualisierung (26.8.2013): Zusammenfassung der Blogparade von Christian Müller Blogparade über Blogparade: Die besten Tipps #Auswertung

Dies sind meine bisherigen Beiträge zu Blogparaden:

Kommentare anzeigen

Informationen zum Datenschutz beim Anzeigen von Kommentaren.