Mein wichtigster Zeitmanagement-Tipp? Survive!

Veröffentlicht am 06.06.2013 von Manuela Seubert

Haushalt mit Hermesflügeln - mein wichtigster Zeitmanagement-Tipp

Dem Aufruf von Ivan Blatter zur Blogparade über meinen wichtigsten Zeitmanagement-Tipp folge ich gerne, auch wenn mein persönlicher Lieblingstipp zunächst wenig mit dem Berufsleben oder gar dem Thema meines Blogs zu tun hat. Doch dieser zunächst spaßfrei anmutende Lieblings-Zeitspartipp hatte und hat immer noch wesentlichen Einfluss auf meine Selbstständigkeit.

(Anmerkung 6.9.2016: Webseite mit Aufruf zur Blogparade wurde dauerhaft entfernt)

Zur Optimierung meiner beruflichen Arbeitsorganisation verfolge ich seit Jahren die verschiedensten Zeitmanagement-Systeme: „Simplify“, David Allen’s Klassiker „Getting things done“, Work-Life-Balance und verschiedene Effizienzansätze und Zielerreichungsmethoden, die mir während des Studiums und dem anschließenden Berufsleben über den Weg liefen. Ich stellte mir mein persönliches Effizienzköfferchen zusammen, wodurch ich beruflich meistens organisiert und zeiteffizient arbeiten kann. Doch in einem Bereich gelang mir dies lange Zeit nicht. Ich wollte mich nicht mit dem von mir gehassten „bisschen Haushalt“ beschäftigen. Bis …

Im Jahr 2011 orientierte ich mich neu und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit. Für diesen Start als Solo-Unternehmerin und Mompreneur in Sachen Kommunikation & Text auf den Punkt gebracht musste ich zunächst meinem schweren Hemmschuh „Haushalt“ endlich Hermesflügeln verleihen. Freiraum für meine mir wichtige berufliche Selbstverwirklichung konnte ich mir nur schaffen, indem ich zuerst die von mir so ungeliebten Haushaltstätigkeiten professionalisierte. Ich suchte nach einem System, mit dem ich Haus, Garten und Familie mit zwei Kindern so in den Griff bekam, dass der Haushalt mir dient und ich mich nicht ständig von ihm erdrückt fühle.

Eine Freundin in Führungsposition mit drei Kindern empfahl mir ein unscheinbares Buch, das den Durchbruch brachte:

„Das Haushalts-Survival-Buch – Besser einfach, einfach besser“ von Bianka Bleier und Birgit Schilling

Der Buchtitel sprach mich direkt an: Ja, ich will den Haushalt lediglich überleben und nicht noch mehr gestalten, und ja, es soll auch noch einfach sein. Kein „Noch Schöneres Wohnen“-Ambiente, keine Sterne-Menüs … endlich fand ich die direkt praktisch anwendbaren Tipps, die ich benötigte.

Mit 20% der Haushaltstätigkeiten verbringt frau/mann 80% der Zeit – Pareto lässt grüßen. Sie lauten: Entrümpeln, Waschen, Putzen, Kochen, Einkaufen und Vorratshaltung. Wenn man diese Bereiche professionalisiert, entstehen ungeahnte Freiräume. Hier ein nur kleiner Auszug aus den immens praktischen Empfehlungen von Bleier / Schilling, die ich Schritt für Schritt umsetzte und – Sie ahnen es sicherlich – weiterhin kontinuierlich anwende, da Haushalt eine never ending story ist:

  • Ich begann mit Entrümpelung: „Zeug“ ohne nachhaltigen Nutzen wurde vom Keller bis zum Dachgeschoss entsorgt.
  • Waschen: Es gibt einen Waschtag und die restlichen 6 Tage der Woche stolpere ich nicht mehr über unerledigte Wäschekörbe. Meinen Wäschearbeitsplatz stattete ich mit arbeitserleichternden Hilfsmitteln ergonomisch aus.
  • Putzen: Weg mit alten Putzlappen und Reinigungstüchern bzw. -geräten. Mikrofasertücher, leichte Gerätschaften und Schmutzmatten zogen in unseren Haushalt ein.
  • Kochen/Einkaufen/Einfrieren: Zunächst wurden sämtliche, krüppeligen Küchen-Gerätschaften durch moderne, funktionelle Haushaltshelfer ersetzt; danach mit wöchentlichen Speiseplanungen und einem einmaligen Großeinkauf die Einkaufszeit massiv reduziert; außerdem koche ich große Mengen und friere ein, sodass ich durchschnittlich für ca. 14 Tage vorgekocht habe.

Gefühlt bin ich manchmal weit von meinen Vorstellungen entfernt, gut organisiert zu sein, – obwohl Dritte dies ganz anders bei mir wahrnehmen. Manchmal räkelt sich mein innerer Schweinehund einfach genüsslich und „Dinge“ bestimmen mein Handeln. Zeiten, in denen es beruflich oder privat turbulent zugeht, sehe ich mittlerweile dennoch gelassen entgegen. Mein installiertes „Survival-Zeitmanagement“ bringt mich immer wieder in ruhiges Fahrwasser zurück.

Mein Fazit

Vergessen Sie nicht Ihren Haushalt in ganz praktischen Dingen genau so zu optimieren, wie Sie dies wahrscheinlich bereits in Ihrem Berufsleben getan haben.
Sie halten sich damit den Rücken frei und Ihre Haushalts-Familien-Management-Schultern sind entlastet … für Dinge, die Ihnen wichtig sind und die Sie erfüllen.

Kennen Sie das „Haushalts-Survival-Buch“? Welcher beruflich und/oder private Zeitmanagement-Tipp hat bei Ihnen einen Durchbruch und damit „Freiraum“ gebracht?

Zeichnung: © Manuela Seubert

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