Rezension: Wunder muss man selber machen, Sina Trinkwalder, 2013

Veröffentlicht am 04.11.2013 von Manuela Seubert

Rezension: Wunder muss man selber machen, Sina Trinkwalder, 2013“Sie sind doch die Frau mit der Homepage!” – ich konnte es nicht glauben, was ich da las: Worte aus dem Munde eines SPD-Politikers zu Sina Trinkwalder Ende 2012. Hat es sich wirklich nicht in der Politik herumgesprochen, dass in Deutschland Menschen im #Neuland angekommen sind? Darunter auch mehr als eine Frau?

O.k., von vorne. Letzte Woche habe ich ein Buch verschlungen, – und zwar das von der Frau mit der Homepage! Sina Trinkwalder, den Neuland-Bewohnern wohl eher als @manomama auf Twitter bekannt, hat in Worte gefasst, was sie mit viel Mut, Traute, Elan und Mega-Energie in den letzten Jahren in Augsburg auf die Beine gestellt hat: ein ökosoziales Unternehmen, das in Deutschland angeblich nicht mehr möglich sei – eine Textilmanufaktur!

Seit längerer Zeit folge ich den Aktivitäten von @manomama Sina Trinkwalder auf Twitter und Facebook. Eine Frau mit Power, einer Überzeugung und einer klaren Vision. Und einer treuen Gefolgschaft in den Sozialen Medien, die Sina unterstützt, die von Sina befragt wird und die Sina im Notfall auch finanziell und mit Tatkraft hilft.

Kein Wunder also, dass ich mich darauf freute, meinen E-Reader um die Geschichte Ihres Unternehmens zu bereichern:
“Wunder muss man selber machen” mit dem Untertitel “Wie ich die Wirtschaft auf den Kopf stelle” von Sina Trinkwalder. Als gedruckte Ausgabe zu erhalten in der 1. Auflage bei Droemer, 2013, ISBN 978-3-426-27615-0.

Bücher von und über Unternehmer oder deren Firmen gibt es zu Hauf. Doch dieses Buch ist ein “Mut-Mach-Buch” für alle, die von ihrer eigenen Idee für die Selbstständigkeit überzeugt sind – auch gegen den Widerstand von Banken, Politikern, Wirtschaftsförderern usw.

Sina Trinkwalder steigt aus der von ihr mit ihrem Mann gegründeten Werbeagentur aus, um 2010 ein ökosoziales Textilunternehmen in Augsburg zu gründen. Verrückt in einem Wirtschaftsumfeld, das davon ausgeht, dass Textilien nur noch rentabel in weit entfernten Ländern unter fragwürdigen Bedingungen produziert werden können. Dagegen setzt Frau Trinkwalder ihr Unternehmen “manomama”.

Was macht Sinas Unternehmen “manomama” so einzigartig?

  • Ein Textilunternehmen “made in Germany”
  • Dieses Augsburger Unternehmen beschäftigt Menschen, die “normalerweise” nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar und aus offiziellen Statistiken rausgefallen sind
  • Ökologische Produktion – auch bei den deutschen Zulieferern
  • Unabhängig von Banken, Wirtschaftsförderung und Politik
  • Geführt von einer Frau, die stark für viele Menschen mit sozialen Benachteiligungen ist
  • Mit der Vision: Sinn, Sicherheit und Wertschätzung durch ein selbstverdientes Auskommen

Und hier findet ihr die “Frau mit der Homepage” im #Neuland ;-)

www.manomama.de
Manomama auf FB
Sina Trinkwalder auf Twitter

Mein Fazit

Sina, manomama und ihre Ladies faszinieren mich wahrscheinlich deshalb, weil ich bei einer Gardinen nähenden, allein erziehenden Mutter groß geworden bin. Als junge Erwachsene bekam ich später bei meinem Vater mit seinem Raumausstattungsbetrieb und Gardinennäherei eine Idee davon, wie hart die Textilbranche in Deutschland ist.
Wenn Sie lesen wollen, wie eine Powerfrau hier in Deutschland mit viel Tatkraft in einem angeblich unrentablen Wirtschaftszweig mit wiederum angeblich nicht vermittelbaren Arbeitnehmern (mittlerweile mehr als 200!!!) mit klaren ökologischen Produktionszielen erfolgreich an den Start bringt, dann sollten Sie sich wirklich auf den Weg in die Buchhandlung machen oder im manomama-Shop Ihr von Sina Trinkwalder signiertes Buch bestellen.

Nachtrag 25/11/2013: Zeitgleich mit dieser Rezension startete Christa Goede auf ihrem Blog eine Blogparade zu Mutmach-Geschichten – für mehr Authentizität im Job!. Christa ist v. a. an persönlichen Wegen zu mehr Authentizität, an den eigenen Erlebnissen und den damit einhergehenden Erkenntnissen interessiert. Sie selbst können an dieser Blogparade noch bis zum 30.11.2013 teilnehmen.
Danke an Christa, dass ich mit dieser Rezension an ihrer Blogparade teilnehmen durfte, obwohl es nicht meine persönliche Mutmach-Geschichte ist!

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